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Königin Silvia verteidigt ihren Vater

Königin Silvia von Schweden (68) verteidigt über das Internet ihren deutschen Vater gegen Nazi-Vorwürfe. Auf der Internetseite des schwedischen Hofes veröffentlichte sie detaillierte Materialien zur Vergangenheit ihres Vaters.

In einem vom Königshaus veröffentlichten Web-Video sagte die in Heidelberg geborene Silvia laut "Spiegel Online", sie sei "erleichtert" über das Ergebnis eigener Nachforschungen zu Vorwürfen, nach denen der 1990 gestorbene Unternehmer Walther Sommerlath sich am Vermögen des verfolgten jüdischen Unternehmers Efim Wechsler bereichert habe.

Die Königin hatte brasilianische Anwälte sowie den Ex-Chef des schwedischen Nationalarchivs mit eigenen Nachforschungen beauftragt, so "Spiegel Online" weiter. "Ich habe keinen Grund, mein Bild von meinem geliebten Vater zu ändern", schreibt Silvia im Nachwort des Buchs "Das vergessene Dokument". Das Buch zeichnet die Beziehung ihres Vaters zu Wechsler nach. "Durch das geschickt ausgedachte und durchgeführte Tauschgeschäft (mit Wechsler) half mein Vater de facto bewusst und aktiv einem staatenlosen jüdischen Mann, Deutschland zu verlassen", so Silvia. "Er verschaffte ihm die Voraussetzungen, die nötig waren, um ein neues Leben in Brasilien anzufangen."

Ein TV-Sender hatte 2010 den Vorwurf erhoben, Sommerlath habe die Fabrik des verfolgten jüdischen Unternehmers Efim Wechsler im Zuge der sogenannten Arisierung günstig übernommen.

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