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Kino

Kino-Tipp: Scary Movie 5

Das Ehepaar Jody (Ashley Tisdale) und Dan Sanders (Simon Rex) wird von plötzlichem Kindersegen heimgesucht: Sie übernehmen die Verantwortung für die Sprösslinge von Dans verschollenem Bruder (Charlie Sheen), die in einer Hütte im Wald gefunden wurden.

Mit den drei verwilderten Kindern und der abergläubischen Hausangestellten Maria (Lidia Porto) ziehen sie in ein rundum videoüberwachtes Haus, in dem sich bald merkwürdige Dinge ereignen.

Auch an Dans Arbeitsplatz in einem Affenforschungszentrum geht es drunter und drüber, und Jody muss sich in ihrer neuen Ballettkompanie mit Rivalitäten und Intrigen herumschlagen. Mit Hilfe von Geisterjäger Blaine Fulda (Katt Williams) und Traumextraktor Dom Colb (Ben Cornish) versuchen die Sanders den mysteriösen Vorgängen Herr zu werden. Trotz der allgegenwärtigen Kameras dauert es dabei eine Weile, bis das etwas vertrottelt wirkende Paar der wahren Ursache der paranormalen Aktivitäten auf die Spur kommt...

Wie an der Handlung unschwer zu erkennen ist, hat sich beim fünften Teil der "Scary Movie"-Reihe auch nach längerer Pause nichts am Konzept geändert: Mit Ausflügen in andere Genres nimmt der Streifen die Horrorfilme der letzten Jahre aufs Korn, dieses Mal etwa "Mama", "Paranormal Activity", "Black Swan" und "Planet der Affen: Prevolution". Dennoch stellt "Scary Movie 5" eine Art Neustart der Serie dar, wohl auch, weil sich viele Beteiligte der früheren Produktionen gegen eine Rückkehr entschieden haben. Er knüpft somit nicht an die Story der Vorgänger an, und er ist der erste Teil, in dem keine der früheren Hauptfiguren zu sehen ist. Alte Bekannte aus der Serie wie Simon Rex und Charlie Sheen haben neue Rollen bekommen, so spielt Sheen diesmal sich selbst.

Auch Comedy-Veteran David Zucker ("Die Nackte Kanone"), konnte sich nicht davon überzeugen lassen, wie bei den letzten beiden Teilen wieder die Regie zu übernehmen (dafür wurde stattdessen Malcolm D. Lee rekrutiert), und wirkte nur als Produzent und Drehbuchautor mit. "Scary Movie 5" trägt natürlich auch so deutlich seine Handschrift: Die Vorlagen werden gnadenlos zerblödelt, mit ausgeprägter Vorliebe für Slapstick (Benny Hill lässt grüßen) und ohne Rücksicht auf den guten Geschmack.

Dass dieser Humor nicht jedermanns Sache ist, dürfte ohnehin klar sein, doch der Film hat ein anderes Problem: Das Gagfeuerwerk zündet nicht so richtig, über weite Strecken schleppt sich das Ganze doch etwas dröge vor sich hin. Der episodenhaft zusammengestückelt wirkende Aufbau und die endlosen Wiederholungen einiger Ideen helfen da auch nicht gerade weiter.

Höhepunkte sind rar gesät, durchaus gelungen ist etwa das splatterige "Evil Dead"-Segment. Ein paar der besten Gags werden schon zu Beginn des Films abgefeuert, wenn Charlie Sheen und Lindsay Lohan in der Anfangszene sich selbst und ihre jüngsten Skandale auf die Schippe nehmen. Auch sonst lässt das Staraufgebot in den Nebenrollen hin und wieder aufmerken. Alles in allem ist "Scary Movie 5" dennoch eher nur eingefleischten Fans der Reihe zu empfehlen, und auch diese müssen eventuell Abstriche machen.

(kd/spot)