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Boulevard Kino-Tipp: House at the End of the Street
Menschen Boulevard Kino-Tipp: House at the End of the Street
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06:32 17.01.2013
Quelle: SpotOn
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Allerdings liefen Horror-Thriller mit jungen, blonden Schauspielerinnen auf dem Filmplakat bisher meist nach Schema B&B - Blut und Brüste - ab. Damit würde man "House At The End Of The Street" allerdings Unrecht tun. Regisseur Mark Tonderais ("Hush") kupfert in seinem neuesten Werk eher bei Alfred Hitchcock denn bei Eli Roth ("Hostel") ab. Aber: Gut geklaut ist noch lange nicht gewonnen!

Elissa (Jennifer Lawrence) und ihre frisch geschiedene Mutter Sarah (Elisabeth Shue) sind gerade in ein Traumhaus in einer beschaulichen Kleinstadt gezogen und freuen sich über den Neuanfang. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass der Ort ein düsteres Geheimnis birgt. Jahre zuvor hat im Nachbarhaus ein Mädchen seine Eltern getötet und verschwand anschließend spurlos. Überlebt hat nur ihr Bruder Ryan (Max Thieriot). Gegen den Willen Sarahs beginnt Elissa eine Beziehung zu dem zurückgezogen lebenden jungen Mann...

Ein gespenstisches Haus, mysteriöse Ereignisse, eine dunkle Vergangenheit - kommt einem irgendwie bekannt vor, oder? Tonderai bedient sich den klassischen Elementen des Psycho-Thrillers, auch wenn der Anfang noch eher an "The Ring" angelehnt ist. In fast schon surrealen Bildern erzählt der Film den Mord an den Eltern. Danach wird das Tempo deutlich reduziert und die Liebelei zwischen Elissa und Ryan vertieft. Spannungsmomente gibt es dabei aber viel zu wenige.

Immerhin stechen Lawrence und Thierot aus dem Rest der Film-Belegschaft deutlich hervor. Die weiteren Schauspieler wirken oft so glaubwürdig wie Soap-Darsteller, was leider auch am Drehbuch liegt. Die Dialoge und Handlungen, allen voran von Mutter Sarah wirken zuweilen furchtbar aufgesetzt.

Natürlich bleibt es nicht bei einer harmlosen Liebelei zwischen den beiden Nachbarn, weil schon sehr früh klar wird, dass Ryan ein dunkles Geheimnis in seinem Keller versteckt, dem Elissa natürlich - viel zu langsam - auf die Schliche kommt. Trotzdem gelingt der Twist gerade noch so, ehe das Finale dann leider wieder völlig vorhersehbare Standardkost bietet. Damit am Ende auch ja keine Fragen übrig bleiben, darf dann auch die alles erklärende Rückblende nicht fehlen, die ihren Zweck aber leider nicht erfüllt und die ganzen vorherigen 100 Minuten völlig unglaubwürdig erscheinen lässt.

Liebesfirlefanz, eine Coming-of-Age-Geschichte und ein bisschen Horror - irgendwie will diese Melange einfach nicht schmecken.

SpotOn

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