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Kino

Kino-Tipp: Hannah Arendt

Nach "Rosa Luxemburg" und "Hildegard von Bingen" porträtiert Margarethe von Trotta mit "Hannah Arendt" zum dritten Mal einen berühmte Frau im Kino. Wie bei den zwei anderen Filmen übernimmt auch hier Barbara Sukowa die Hauptrolle.

Der Film konzentriert sich nicht auf das ganze Leben der Publizistin und Politik-Theoretikerin sondern rückt die Jahre in denen Arendt den Prozess gegen Adolf Eichmann in Israel begleitete in den Mittelpunkt.

Von Trotta schildert dabei eine der hitzigsten Debatten der Nachkriegszeit und verstärkt ihren Film durch Doku-Aufnahmen aus dem Gericht. In in Deutschland als Jüdin geborenen Arendt, die wegen der Nazis in die USA floh, erdachte unter den Eindrücken des Prozesses gegen den SS-Obersturmbannführer den Begriff "Banalität des Bösen" und wurde dafür heftig attackiert, da sie nach Meinung ihrer Kritiker damit den Holocaust verharmlose.

Dem Film gelingt es aber nicht diese Kontroverse für den Zuschauer neutral auf die Leinwand zu bringen. Zudem vernachlässigt von Trotta einige Fakten und tendiert zu einer sehr einseitigen Darstellung. Die vielen Diskussionen und Gespräche während der Handlung können beim Zuschauer genauso für Verwirrung sorgen, wie die vielen historischen Personen, die nur mit der Materie vertraute Personen zuordnen können.

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