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Kino

Kino-Tipp: Frankenweenie

Mit dem Stop-Motion-Abenteuer "Frankenweenie" kehrt Regisseur Tim Burton ("Alice im Wunderland") zu seinen Wurzeln zurück. Die Geschichte basiert auf einem Live-Action-Kurzfilm aus dem Jahr 1984. Mit Hilfe der Stop-Motion-Technik, bei der kunstvoll hergestellte Puppen für jedes einzelne Bild in minimal veränderten Positionen aufgenommen werden, um so die Illusion einer flüssigen Bewegung herzustellen, hat Tim Burton nun seine Geschichte in einem Kinofilm neu erzählt.

Victor lebt in den 50er Jahren in einer verschlafenen US-Kleinstadt. In der Schule ist er ein Außenseiter, dafür hat er in seinem Hund Sparky den Freund fürs Leben gefunden. Als Sparky eines Tages von einem Auto überfahren wird, stürzt das Victor ins Unglück. Doch dank der unkonventionellen Versuche seines Naturwissenschaftslehrer Mr. Rzykruski kommt der Junge auf eine Idee: Mit Hilfe von Elektrizität holt er Sparky zurück ins Leben und erschafft so eine Hundeversion von Frankenstein. Doch als Victors Geniestreich von seinen Mitschülern entdeckt wird, gerät die Situation außer Kontrolle. Auch sie wollen geliebte Haustiere zurückholen, was Victors Heimatort schnell in eine kleine Monster-Stadt verwandelt.

Dass "Frankenweenie" für Tim Burton eine Herzensangelegenheit ist, merkt man dem Film in jeder Minute an. Charmant und mit viel Blick für die einzelnen Charaktere erzählt der Regisseur seine Geschichte. Dabei hat Burton auch eigene Kindheitserlebnisse in die Geschichte eingewoben: Nach eigener Aussage hatte er als Junge ebenfalls eine ganz besondere Beziehung zu einem Hund. So ist Freundschaft, Treue und das Verfolgen des eigenen Wegs ein zentrales Thema im Film.

Daneben zelebriert Burton seine Leidenschaft für Horrorfilme und B-Movies. Natürlich steht hier Frankenstein an erster Stelle, doch lassen sich noch zahlreiche andere Verweise in "Frankenweenie" finden - "Die Mumie" und "Godzilla" lassen grüßen. Der Film funktioniert deshalb auch für Groß und Klein, Burton findet zudem die angemessene Balance zwischen Düsternis und Spaß.

Neben seiner Geschichte überzeugt "Frankenweenie" auch auf der technischen Seite. Die Stop-Motion-Technik passt dabei perfekt - wie bei Frankenstein werden leblose Puppen erweckt. Burtons Filmcrew setzt die Technik im Zusammenspiel mit Computeranimationen und 3D sehenswert ein. Das Schwarz-Weiß trägt dabei zur passenden Atmosphäre bei.

"Frankenweenie" ist ein charmanter, witziger und herzlicher Film mit dem Tim Burton zahlreichen Horrorklassikern huldigt. Dank seiner universellen Geschichte funktioniert der Film aber auch für alle Zuschauer, die keine Film- und Burton-Fans sind.

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