Navigation:

© ddp images

People

Keine Ruhe für Michael Jackson

Fast vier Jahre ist der Tod von Michael Jackson nun her, in Frieden ruhen darf der King of Pop trotzdem nicht. Seine Familie führt seit Jahren eine Schlammschlacht um Schuldzuweisungen und Schadensersatz, der jüngste Prozess dreht sich nun um einen Konzertveranstalter.

Jacksons Mutter Catherine (82) und seine drei Kinder, Prince Michael (16), Paris (14) und Blanket (11) bezichtigen die Agentur, die die letzte Tour des Musikers ausrichten sollte, einer Teilschuld an seinem Tod. Der Veranstalter AEG soll Jackson zu sehr unter Druck gesetzt haben.

Gestern haben in Los Angeles die Gerichtsverhandlungen begonnen, es geht um horrende Summen, die die Familie des Verstorbenen fordert. Zu labil sei der Gesundheitszustand der Musik-Legende während der letzten Proben gewesen, AEG habe Jacksons Leibarzt Dr. Conrad Murray angehalten, den angeschlagenen Jackson mit allen Mitteln aufzuputschen, lautet die Anschuldigung. Berichten zufolge soll es vertrauliche Mails und Anweisungen geben, die dies belegen. Zudem wird der Konzertagentur die Einstellung des Arztes, der 2011 wegen fahrlässiger Tötung zu vier Jahren Haft verurteilt wurde, zur Last gelegt. AEG behauptet dagegen, Jackson hätte den Arzt selbst angestellt.

Michael Jackson war 2009 im Alter von 50 Jahren in Los Angeles verstorben, in seinem Blut war eine Überdosis des Beruhigungsmittel Propofol nachgewiesen worden.

Laut dem Promi-Portal "TMZ.com" soll es in dem Streit um 40 Milliarden Dollar gehen. Das Geld soll unter anderem Einnahmen ausgleichen, die Jackson im Verlauf seiner Karriere noch hätte machen können. Der Bericht wurde aber inzwischen dementiert. Ein Anwalt der Jackson-Familie nannte laut CNN die Summe aus dem "TMZ"-Artikel "übertrieben".

Fest steht jedoch, dass es sich in jedem Fall um Millionen drehen dürfte und dass der Prozess womöglich neue unangenehme Fakten aus dem Leben des King of Pop ans Tageslicht bringen könnte. Wie die "Süddeutsche Zeitung" meldet, könne sich der Zivilprozess durchaus mehrere Monate ziehen.

(jb/spot)