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Katja von Garnier: Mitleid für Riemann

Ihr Leben sind die Pferde, deshalb machte sie einen Pferdefilm. Katja von Garnier ist eine der wenigen deutschen Regisseurinnen, die es bis nach Hollywood schaffte.

Trotzdem wurde es in den letzten Jahren ruhig um die 46-Jährige, seit wenigen Tagen ist sie mit "Ostwind" zurück in den Kinos. Im Interview mit der "Bild am Sonntag" verrät von Garnier nun, was sie mit ihren vierbeinigen Freunden verbindet und warum sie tiefstes Mitleid für Katja Riemann empfindet.

"Vielleicht ist es eine so sichere Art, Leidenschaft auszuleben", spekuliert von Garnier über den Zauber zwischen Mädchen und Pferd. Sie selbst besitzt zwei, Pilgrim und Treah. "Ich wollte immer einen Pferdefilm machen ... das ist ein Seelenfilm."

Lange Zeit lebte die Mutter zweier Kinder in den USA, kam erst für "Ostwind" zurück in ihre deutsche Heimat und sah sich prompt mit Vorwürfen der Untätigkeit konfrontiert, da sie in 15 Jahren in Hollywood gerade einmal zwei Filme gemacht habe, wohingegen es Regiegrößen wie Woody Allen oder Steven Spielberg auf bis zu zwei Streifen pro Jahr brächten. "Das sind auch beides keine Mütter. Und sie waren nie schwanger", verteidigt sich von Garnier. "Ich brauche immer etwas Zeit, um das Richtige zu finden."

Privat ist die 46-Jährige ein sozialer Mensch, hat gerne Freunde um sich herum. Eine besondere Beziehung verbindet sie mit Katja Riemann, die obendrein die Patentante ihres Sohnes Merlin ist. Auf den kürzlich heiß diskutierten Auftritt der Schauspielerin in der Sendung "Das!" angesprochen, spricht von Garnier ihrer Freundin großes Mitgefühl aus.

"Katja ist wahnsinnig feinfühlig und ein ganz toller Mensch. Ich finde, dass sie lange versucht hat, irgendwie mit der Situation klarzukommen", erklärt die Regisseurin. "Von hunderten von Unbekannten beschimpft zu werden, ist schon krass. Das was nun transportiert wird, ergibt ein falsches Bild, und mir tut das, ehrlich gesagt, wahnsinnig weh."

(jb/spot)