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Boulevard Katherine Jackson fassungslos über Sorgerechtsverlust
Menschen Boulevard Katherine Jackson fassungslos über Sorgerechtsverlust
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17:51 26.07.2012
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New York

Am Abend zuvor hatte sich Katherine Jackson (82), die Matriarchin des Jackson-Klans, in einer Fernsehmitteilung aus einer Erholungsklinik in Arizona "fassungslos" darüber geäußert, dass ihr das Sorgerecht für ihre Enkelkinder Prince, Paris und Blanket entzogen worden ist.

"Diese Entscheidung basiert auf einem Haufen Lügen", verlas Katherine aus einer Mitteilung. Zehn Tage lang war über den Verbleib von Katherine Jackson gerätselt worden.

Wann sie das Sorgerecht für ihre drei Enkel zurückerhält, blieb zunächst unklar. Am Mittwoch hatte ein Richter das Sorgerecht für die drei Kinder des 2009 gestorbenen Popsängers vorübergehend auf TJ, einen Cousin der Kinder, übertragen. TJ hatte sich bei Gericht darum bemüht, nachdem Katherine plötzlich und ohne Erklärung verschwunden war.

Ihre Enkelin Paris hatte sich mehrfach über Twitter beklagt, dass sie schon tagelang keinen Kontakt mehr zur Oma gehabt habe und sie endlich sprechen wolle. US-Medien spekulierten, dass Katherine von einigen Familienmitgliedern "entführt" worden sei. Tito, TJs Vater, sprach von einem "Coup" mehrerer Geschwister.

Dazu nahm Katherine vor der Kamera des US-Senders ABC Stellung: "Es gab Gerüchte, dass ich entführt und gegen meinen Willen festgehalten wurde. Meine Kinder würden so etwas nie tun. Es ist sehr dumm von den Leuten, das anzunehmen." Sie habe ihre Enkelkinder nicht kontaktiert, weil sie sich in der Klinik auf ärztliches Anraten ausruhen wollte. "Ich hatte mein Telefon abgegeben und wollte während meines Aufenthaltes keine Anrufe entgegennehmen."

Bei ABC kündigte sie ihre schnelle Rückkehr an, die am Donnerstag auch von ihrem Sohn Marlon per Twitter bestätigt wurde. "Mutter ist zurück und sieht großartig aus", schrieb Marlon Jackson, der sich kurz zuvor darüber beklagt hatte, dass seine Geschwister ihn weder zum TV-Interview eingeladen noch eine Besuchserlaubnis gegeben hatten. "Janet, Randy und Jermaine sagten, dass ich meine Mutter nicht sehen darf. Anordnung des Arztes", so Marlon.

Medienberichten zufolge soll der Klan über Michael Jacksons Testament zerstritten sein. Am Montag soll es so hitzig hergegangen sein, dass sogar die Polizei auf dem Familienanwesen in Los Angeles anrückte. Der frühere "King of Pop" hatte sein Vermögen nach Angaben der "New York Daily News" unter der Mutter, seinen Kindern und wohltätigen Organisationen aufgeteilt. Die Geschwister gingen leer aus. Einige von ihnen fechten das Testament als Fälschung an.

dpa

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