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GEZ

Kalkofe: Neue Gebühr ist "unverschämt"

Seit dem ersten 1. Januar 2013 heißt die GEZ-Gebühr Rundfunkbeitrag. Künftig wird pro Wohnung bezahlt, statt pro Gerät - 17,98 Euro pro Monat. Klingt auf den ersten Blick vernünftig, doch auch wer kein TV-Gerät, Radio oder PC besitzt, muss zahlen.

Viele deutsche Bürger laufen nun Sturm, Gerichte rechnen mit einer Flut von Klagen.

Auch Fernsehkritiker Oliver Kalkofe (47) empfindet die neue Rundfunkgebühr als "Unverschämtheit". Dem Magazin "Focus" sagte der Entertainer: "Die Abgabe wird mir verkauft als einmalige Serviceleistung, eine Wellnessbehandlung der Rundfunksender. Mich als Zuschauer so für doof zu verkaufen, empfinde ich als absolut freche Unverschämtheit", klagte Kalkofe.

"Ich verstehe den Ärger der Leute sehr gut. Eine Veränderung der Gebührenregelung war und ist dringend notwendig, aber jeden deutschen Haushalt mit größter Selbstverständlichkeit gleichermaßen abzukassieren, das ist daneben", stellt Kalkofe klar.

Der Fernsehkritiker sei zwar bereit, die Gebühren zu zahlen, würde es aber gerne freiwillig tun. "So wie es jetzt ist, verkommen die Öffentlich-Rechtlichen zu einem aufgezwungenen Pay-TV-Kanal. Viel schlauer wäre ein geringes Grundgeld, das öffentlich-rechtliches Fernsehen überhaupt möglich macht und obendrauf ein verfeinertes Gebührenmodell. Ich würde zum Beispiel für ZDFneo zahlen, für das ZDF oder die ARD weniger."

Mit der Kritik über das Programm der öffentlichen Rundfunkanstalten hält sich Kalkofe nicht zurück. "Ich werde immer gefragt, was die Privaten Doofes machen", erklärt der Fernsehkritiker "Focus" weiter. "Doch die ARD zeigt die gleiche Scheiße - nur in anders. Eine absolute Sülzwalze, die über uns herniedergeht, nicht zu unterscheidende Telenovelas, ein Fernsehen aus früheren Jahrzehnten. Die Aufgabe der Öffentlich-Rechtlichen ist es nicht, heimlich so wie früher weiterzumachen, damit sie ja keiner bemerkt. Sie müssten dem Wahnsinn der Privaten mit intelligenter Unterhaltung etwas entgegensetzen und zeigen, wie man es besser macht, denn dafür bezahlen wir sie. Nicht dafür, dass sie uns einfach nur auf altmodischere und niedlichere Art verblöden."

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