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Sekunden vor dem Skandal: Janet Jackson und Justin Timberlake in der Halbzeit-Show des Super Bowls 2004.

Sekunden vor dem Skandal: Janet Jackson und Justin Timberlake in der Halbzeit-Show des Super Bowls 2004.
© imago

Nach „Nipplegate“

Justin Timberlake darf wieder zum Super Bowl

Vor 14 Jahren entblößte Justin Timberlake in der Halbzeit-Show des Super Bowles den Busen von Kollegin Janet Jackson – und sorgte mit dem „Nipplegate“ in den prüden USA für viel Diskussionen. Nun darf der Popsänger trotzdem noch einmal auf die große Bühne.

Los Angeles. Es war der Promi-Skandal des Jahres: Justin Timberlake legt den Busen von Janet Jackson frei. Vor laufenden Kameras. Und einem Millionenpublikum in den prüden USA. An das Spielergebnis des Super Bowls von 2004 können sich wohl die wenigsten erinnern – wohl aber an den sogenannten „Nipplegate“. Doch Zeit heilt bekanntlich alle Wunden. Und so darf der Popstar Timberlake doch noch einmal auf die große Bühne.

Am Sonntag veröffentlichte der 36-Jährige ein Video auf seinem Twitter-Account, in dem er gemeinsam mit US-Komiker Jimmy Fallon seinen Fans die frohe Botschaft überbringt. „Ich habe die Halbzeit“, schrieb Timberlake zum Video. Demnach wird der Sänger in der Halbzeit-Show des Super Bowl im kommenden Jahr auftreten. Zeitgleich bestätigte die US-amerikanische Football-Liga NFL ihn als Hauptkünstler beim Finale am 4. Februar 2018 in Minnesota.

14 Jahre nach dem „Nipplegate“ darf Timberlake also wieder beim Super Bowl auftreten, dem größten TV-Ereignis in den USA. Damals sorgte er gemeinsam mit Janet Jackson für den Skandal, als er am Ende ihrer Show einen Teil vom Oberteil der Sängerin Jacksons abriss. Angeblich kam es nur wegen eines defekten Kostüms zum Busenblitzer. Besonders glaubwürdig war die Ausrede jedoch nicht.

Immerhin sang Timberlake just in diesem Moment eine vieldeutige Zeile seines Songs „Rock Your Body“: „Gonna have you naked by the end of this song“ (Am Ende des Lieds werde ich dich nackt ausgezogen haben). Und rund 90 Millionen Zuschauer wurden Zeuge einer der wohl größten Medienskandale der USA. „Nipplegate“ hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag.

„Nipplegate“

„Nipplegate“: Plötzlich war der Busen nackt.

Quelle: imago

Der Vorfall sorgte für einen Sturm der Entrüstung im prüden Amerika. Ungehaltene Zuschauer beschwerten sich beim Sender CBS über die „unsittliche Entblößung“. Eine Frau reichte sogar Klage bei Gericht ein, die jedoch zurückgezogen wurde. Die staatliche Rundfunkaufsichtsbehörde forderte von CBS eine Strafzahlung von 550 Millionen Dollar, hatten vor dem Bundesgericht allerdings keinen Erfolg.

Am Ende reagierte das US-TV dann aber doch auf den Vorfall: Seit dem „Nipplegate“ wird der Super Bowl mit einer Verzögerung von fünf Sekunden ausgestrahlt, um bei möglichen Pannen eine Übertragung zu verhindern. Bei Justin Timberlakes dritter Halbzeitshow müssen Eltern ihren Kindern also nicht die ganze Zeit eine Hand vor die Augen halten.

Von RND/iro