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© RTL / Stefan Gregorowius

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Jürgen Milski: "Ich liebe Trash-Fernsehen"

Er verpasste nur knapp den Sieg beim ersten "Big Brother"-Finale 2000, doch anders als seine Mitstreiter schwimmt Jürgen Milski (49) auch heute noch auf der Erfolgswelle.

Seine Gesangskarriere brummt und auch als Moderator ist der Rheinländer weiterhin tätig. Ab dem 5. April tritt er an der Seite der Profitänzerin Oana Andrea Nechiti bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance" an. Wie gut er wirklich tanzen kann, wer seine größten Konkurrenten sind und warum er trotz 35 Jahren Beziehung immer noch keinen Ring trägt, verrät er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, an "Let's Dance" teilzunehmen?

Weil ich es für das niveauvollste Fernsehformat im deutschen Fernsehen halte und grundsätzlich wahnsinnig gerne tanze. Nun kann ich es leider nicht. Ich wollte aber immer schon bei der Sendung dabei sein.

Sie haben noch nie einen Tanzkurs gemacht, nicht mal in der Schulzeit?

Nein, ich war noch nie in einer Tanzschule. Ich habe auch noch nie mit irgendeiner Person in meinem Leben zusammen getanzt. Ich sehe es als eine enorme Herausforderung an, dass ich als doch eher Bewegungs-Legastheniker das erlernen kann.

Ihre Tanz-Partnerin Oana Andrea Nechiti sollte also auf ihre Füße aufpassen...

Oana ist eine Profi-Tänzerin und weiß genau, was sie tut. Sie weiß allerdings nicht, worauf sie sich da mit mir eingelassen hat. Aber wir verstehen uns extrem gut, was großartig ist. Trotz aller Schmerzen, die ich da erleiden muss, haben wir einen Riesenspaß. Es ist immer noch sehr viel Arbeit für sie, aber irgendwie bekommen wir das schon hin...

Wie sieht denn Ihr Trainings-Pensum aus?

Wir trainieren jeden Tag bis zu sechs, sieben Stunden. Das ist wirklich Hochleistungssport und ich bin sehr ehrgeizig. Ich möchte ja schließlich gewinnen.

Und haben Sie schon einige Blessuren davongetragen?

Ich habe neulich vor lauter Wut, weil wieder mal etwas nicht funktioniert hat, gegen einen Stuhl getreten und habe mir dabei einen Zeh angebrochen. Ich bin oft ein ziemlich ungeduldiger Mensch und wenn ich etwas falsch mache, muss der Ärger darüber direkt raus. Nicht gut, aber meine Strafe habe ich ja direkt bekommen, den Zeh merke ich immer noch.

Wer ist denn Ihr größter Konkurrent bei "Let's Dance"?

Das ist wirklich schwer zu sagen, da es da überhaupt kein erkennbares Schema gibt. Wenn man sich die bisherigen Staffeln ansieht, fällt auf, dass gerade die nicht Perfekten die größten Sympathien vom Zuschauer bekommen haben. Auch mit etwas Übergewicht kann man weit kommen. Maite Kelly hat sogar gewonnen! Das genau wollen die Zuschauer doch sehen: Dass man sich außerordentlich Mühe gibt, dabei auch abnimmt und sich extrem weiterentwickelt. Das ist natürlich gewinnend und ehrlich. Ich glaube deshalb, dass Tetje Mierendorf eine ganz große Chance hat und auch die Kollegin von "Böse Mädchen", Manuela Wisbeck. Nicht zu vergessen aber auch unser Bachelor Paul Janke - für ihn werden sicherlich viele anrufen, weil er eine große weibliche Fan-Basis hat.

Auf der Tanzfläche kann schon mal der Funke überspringen - Rebecca Mir hat sich ja sogar in ihren Tanzpartner verliebt. Ist Ihre Freundin da nicht eifersüchtig?

Nein, wir sind jetzt schon seit 35 Jahren zusammen. Marion ist meine absolute Traumfrau und mit ihr will ich für den Rest meines Lebens zusammenbleiben. Das ist also überhaupt kein Thema für uns.

Wann wollen Sie denn jetzt heiraten, den Antrag gab es ja schon?

Wir haben festgestellt, dass wir eigentlich gerade gar keine Zeit zum Heiraten haben. Kein Witz. Wir leben jetzt seit 35 Jahren so glücklich zusammen und wenn wir jetzt heiraten, vielleicht ändert sich dann alles. So ist alles locker, flockig, ohne Zwänge und Pflichten. Warum also ändern, was gut ist.

Sie sind Sänger, Moderator und seit kurzem auch Kneipen-Besitzer. Wenn Sie auf Ihre bisherige Karriere zurückblicken, gibt es da irgendetwas, was Sie bereuen?

Nein, zu allem, was ich gemacht habe, stehe ich hundertprozentig. Da können andere darüber denken oder sagen, was sie wollen. Alles, was ich bisher gemacht habe, hat mich immer ein Stück weitergebracht in meiner Entwicklung und mich auch glücklich gemacht. Ich werde dieses Jahr 50 Jahre alt und ich kann zurückblicken und sagen: "Ey geil, bis jetzt alles richtig gemacht!"

Was halten Sie denn davon, dass Sat.1 Celebrity Big Brother an den Start bringt?

Das finde ich super. Da können alle Pleite-Promis für drei Wochen einziehen. Das ist leichter verdienteres Geld, als für zwei Wochen in den Dschungel zu gehen. Verglichen damit sogar sicherlich eher ein Kindergeburtstag.

Würden Sie selbst einziehen oder die Staffel sogar moderieren wollen?

Moderieren würde ich das auf jeden Fall, das würde mich durchaus reizen. Aber noch einmal teilnehmen und einziehen? Da müsste man mir schon eine hohe sechsstellige Summe anbieten, dann würde ich es vielleicht noch mal machen oder zumindest drüber nachdenken.

Das Dschungelcamp käme für Sie dann also auch nicht in Frage?

Sag niemals nie. Ich bin sogar auch schon in der Vergangenheit gefragt worden, ob ich mir eine Teilnahme vorstellen könnte und ich habe intensiv darüber nachgedacht, weil ich es grundsätzlich für ein wahnsinnig großes Abenteuer halte. Final hab ich mich aber vorerst dagegen entschieden und nun hab ich erst einmal ein anderes Abenteuer auf mich genommen... ich lerne Tanzen!!

Sie scheinen ein wirklicher Fan der Trash-Formate zu sein...

Ich persönlich liebe diese ganzen, wie Sie sagen, Trash-Formate. Ich finde gerade das Dschungelcamp hat einen Riesen-Unterhaltungswert, ich mag das und hab bis jetzt fast jede Staffel geschaut. Trash liegt ja immer im Auge des Betrachters, da hat jeder ein anderes Empfinden und das ist ja auch gut so.

(obr/spot)