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Musik

Jürgen Drews: "Ich bin süchtig nach Applaus"

Jürgen Drews (67) kann auch im Winterurlaub in Kitzbühel nicht von seiner Sucht, dem Applaus des Publikums, lassen. Was er an dem Skiort so liebt, berichtet er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Herr Drews, warum urlaubt der König von Mallorca alljährlich in Kitzbühel?

Ich liebe diesen Ort, das fantastische Skigebiet und insbesondere das Wellness-Angebot im Stanglwirt. Nirgends auf der Welt kann man so gut Kraft tanken wie in diesem herrlichen Tirol. Ich komme fix und fertig an und wenn ich abreise fühle ich mich wie neugeboren. Die einzige Zeit im Jahr wo ich mal ein paar Tage nur für meine beiden Mädels Ramona und Joelina da bin.

Was halten Sie vom hiesigen Menschenschlag?

Ich finde die Österreicher sind ein lässiges Volk. Etwas entspannter und unaufgeregter als wir Deutschen, gar nicht so unähnlich meiner spanischen Zweitheimat. Von der hiesigen Lässigkeit können wir Deutsche uns gerne eine Scheibe abschneiden. Keine andere Umgebung schafft es, dass ich mal ein paar Tage die Füße stillhalte.

Trotz Urlaub singen Sie gelegentlich im Stanglwirt und posieren geduldig für die Fotografen.

Weil ich süchtig bin danach. Ich nehme keine Drogen, rauche nicht und trinke keinen Alkohol. Ich bin abhängig von Öffentlichkeit.

Schon mal an einen Entzug gedacht?

Nein, denn wenn man mir das nimmt, dann ist's vorbei mit mir. Finanziell könnte ich es mir zwar leisten, aber mein Ego ist total versessen nach diesem Applaus.

Klingt nach wenig Selbstwertgefühl.

Das war der Grund, warum ich mich der Musik zuwendete, anstatt mein Medizinstudium zu vollenden. Ich wäre womöglich schon lange in der Anstalt, wenn ich diesen Beruf nicht hätte. Die Bühne und die Musik sind für mich wie Therapie. Und das ist keine Übertreibung.

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