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Joy Fleming findet die Kritik an Xavier Naidoo «fast bösartig».

Joy Fleming findet die Kritik an Xavier Naidoo «fast bösartig». © Henning Kaiser

Musik

Joy Fleming nimmt Naidoo in Schutz

Joy Fleming (71), Mannheimer Grand-Prix-Urgestein, nimmt ihren Kollegen Xavier Naidoo in Schutz. Die Kritik an seiner Nominierung für das Finale des Eurovision Song Contests am 14. Mai 2016 in Schweden sei "fast bösartig", sagte sie im Interview mit dem "Mannheimer Morgen" (Samstag).

Mannheim. "Ich kenne ihn ja, der Naidoo ist doch nicht rechtsradikal oder so was. Wahrscheinlich haben die bei der Entscheidung gedacht, je mehr Dreck geworfen wird, desto besser wird die Quote", sagte sie dem Blatt. Von der Stimme her könne es Naidoo sogar auf "Platz eins" schaffen.

Xavier Naidoo ist nach Joy Fleming der zweite Mannheimer in einem ESC-Finale. 1975 hatte die Blues-Spezialistin die Bundesrepublik mit "Ein Lied kann eine Brücke sein" ebenfalls in Stockholm vertreten. In Zeiten des ABBA-Fiebers kam sie aber nur auf den 17. Platz.

Gegen die Grand-Prix-Teilnahme von Xavier Naidoo (44) regt sich heftiger Widerstand: Inzwischen laufen im Internet mehrere Petitionen gegen die Pläne der ARD, den Sänger konkurrenzlos für den Contest antreten zu lassen. Die Initiative "Keine ESC 2016-Teilnahme für Xavier Naidoo" hatte bis zum Freitagmittag rund 13 000 Unterstützer. Beim Parallelprojekt "Gegen die Teilnahme von Xavier Naidoo am Eurovision Song Contest 2016" signierten gut 10 000 Leute. Kritiker werfen Naidoo schwulenfeindliche Ansichten und eine Nähe zu Rechtspopulisten vor. Der Sänger wehrt sich dagegen.

dpa


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