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Jochen Senf: "Striesow sollte schleunigst das Weite suchen"

Schauspieler Jochen Senf (71) ist vielen noch als ehemaliger "Tatort"-Kommissar Max Palu in Erinnerung: Von 1988 bis 2005 jagte er in Saarbrücken Verbrecher auf dem Rennrad und schießt nun scharf gegen die neueste Folge der beliebten Krimserie.

"Eine Zumutung, der schlechteste ,Tatort' den ich je gesehen habe. Er ist einfach scheiße", poltert Senf, nachdem er sich für die "Bild am Sonntag" die Folge "Eine Handvoll Paradies" mit Devid Striesow (39) in der Hauptrolle vorab angesehen hatte. "Ich kann nicht verstehen, dass sich ein so guter Schauspieler wie Devid Striesow wie ein Söldner an einem ,Tatort' verdingt, der an Bedeutungslosigkeit nicht mehr zu überbieten ist", wird Jochen Senf von der Zeitung zitiert.

Seiner Meinung nach kranke der Film an der fehlenden inneren Dramaturgie, die Szenen seien ohne jeglichen Zusammenhang aneinandergereiht. Die Schuld sehe er aber keinesfalls bei Striesow selber, der ein "toller Schauspieler" sei, sondern beim verantwortlichen Sender, dem Saarländischen Rundfunk. "Die haben keine funktionierende Fernsehspielredaktion mehr. Der Sender sollte dichtmachen und nur noch regionale Sendungen produzieren", lautet Senfs Expertenrat.

Für seinen Kollegen Devid Striesow hat der Ex-"Tatort"-Ermittler auch einen guten Rat: "Er sollte schleunigst das Weite suchen, sonst wird er noch mehr in die Rolle des Kriminaltrottels abdriften, der nur rumkaspert." Ob dieses harte Urteil berechtigt ist, wird sich am heutigen Sonntag um 20.15 Uhr zeigen: Da zeigt das Erste die betreffende Folge "Eine Handvoll Paradies".

(lp/spot)