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© RTL / Stefan Gregorowius

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Joachim Llambi: "Hoffentlich tanzt Daniel Hartwich nicht!"

Langsamer Walzer und Cha Cha Cha, das sind die Tänze, die es heute Abend unter den kritischen Augen der "Let's Dance"-Jury zu performen gilt. In der sechsten Staffel der RTL-Tanz-Show müssen die zehn Promis und ihre professionellen Tanzpartner alles geben.

Mit dabei ist auch wieder Chef-Juror Joachim Llambi (48). Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät der "Jury-Bösewicht" schon vorab, auf was sich die Zuschauer freuen dürfen.

Herr Llambi, Sie sind das sechste Mal als Jurymitglied bei "Let's Dance" dabei. Hat sich mit den Jahren etwas verändert?

Anfangs war es vielleicht ein wenig jünger und gelassener. Heute ist es actionreicher, auch innerhalb der Jury. Motsi und Jorge werden sicherlich Gas geben.

Wie bewerten Sie die diesjährigen Paarungen?

Wir haben dieses Jahr einen sehr spannenden Cast. Es lässt sich schwer vorhersehen, wer was erreichen kann. Letztes Jahr gab es schnell zwei, drei Favoritinnen, es fokussierte sich am meisten auf die Damen. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr auch den einen oder anderen Herren haben, der gut im Rennen liegen wird.

Haben Sie persönliche Favoriten?

Ich habe noch kein Tanzpaar gesehen. Als Fachexperte kann man dann aber in der ersten Show recht schnell sagen, wer seine Sache gut macht und wer früh gehen müsste. Aber einen Favoriten habe ich noch nicht.

Sie haben dieses Jahr neuen Jury-Zuwachs bekommen. Glauben Sie, dass Jorge Gonzalez seine Sache gut machen wird?

Es kommt darauf an, was er macht. Wenn er auf die Optik und die Bewegungen der Tänzer eingeht, werden wir sehr von ihm profitieren. In fachlicher Hinsicht wird er vermutlich auch bei mir schnell an Grenzen stoßen.

Welche Kriterien bewerten Sie denn bei den Paaren?

Es muss rhythmisch gut getanzt werden und technisch in die richtige Richtung gehen. Letztendlich muss aber auch eine Paarharmonie vorhanden sein. Wenn zwei Personen nur nebeneinander herwackeln, ist das kein Tanz. Ein Paartanz sind ein Mann und eine Frau, die auf der Fläche etwas bewerkstelligen.

Wie gehen Sie mit ihrem Image als "Bösewicht" in der Jury um?

Das Image hat mir nie geschadet. Das Schöne an dieser Show ist, dass die Promis nicht nur eine Standpolonaise machen, sondern etwas leisten, beispielsweise unter der Woche trainieren. Der Zuschauer schätzt somit ein ehrliches und faires Urteil und sieht in mir vielleicht weniger den Bösen, als jemanden, der zu seiner Meinung steht. Das habe ich in den letzten fünf Staffeln gezeigt und werde es hoffentlich auch in der Sechsten beibehalten.

Wie viel Einfluss hat die Jury darauf, wer am Ende die Show verlassen muss?

Das Jury- und das Publikumsvoting wird 50/50 gewertet, nur bei Gleichstand hat das Publikum eine Stimme mehr. Ich denke, dass bei den Zuschauern in einigen Fällen die Sympathie überwiegt. Doch am Ende hatten wir immer den richtigen Sieger.

Wie kommt ein hauptberuflicher Banker, wie Sie es sind, zum Profi-Tanz?

Zunächst war es ein Hobby, dann wurde es eine Leidenschaft, die ich zwar nicht hauptberuflich, aber beruflich ausgeübt habe. Ich habe an Profiturnieren teilgenommen, außerdem bin ich derzeit der Sportdirektor des Profiweltverbandes und somit dem Tanzen immer verbunden.

Tanzen Sie auch privat noch viel?

Auf Veranstaltungen tanze ich sehr gerne mit meiner Frau, aber ich muss nicht mehr wie die Turnierpaare den Kasper spielen.

Sie haben zwei Töchter, sind Sie ein ebenso strenger Vater wie Juror?

Da ich viel unterwegs bin, bin ich vielleicht nicht ganz so streng wie andere Väter und lasse manches durchgehen.

Was erwartet die Zuschauer in der Show? Tanzen Sie auch selbst?

Nein! Dieter Bohlen singt nicht und Llambi tanzt nicht. Ich hoffe auch, dass Daniel Hartwich nicht tanzen wird, das würde der Show nicht gut tun. Man sollte das immer die machen lassen, die das besser können. Mit 48 muss ich mich nicht mehr mit Ende 20-Jährigen batteln.

(jb/spot)