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© Evan Agostini/Invision/AP

Musik

Jay-Zs "Open Letter" trägt Kuba-Problem in die Pop-Kultur

Als Beyoncé (31) und Jay-Z (43) beschlossen hatten, ihren Hochzeitstag auf Kuba zu verbringen, war ihnen ganz bestimmt nicht bewusst, welche Kontroversen das auslösen würde.

Die Sänger zogen die Kritik zahlreicher Exil-Kubaner, darunter auch Politiker, auf sich, die ihnen vorwarfen mit ihrem Urlaub ein diktatorisches Regime zu finanzieren. In seinem Protest-Rap "Open Letter" (dt.: "Offener Brief") nahm Jay-Z zu den Vorwürfen Stellung und inspirierte auch Kollegen, ihren eigenen Gedanken zur Kuba-Problematik Ausdruck zu geben.

In seinem Song stellt Jay-Z neben zahlreichen Politiker-Beleidigungen klar: "I love Cubans" ("Ich liebe Kubaner"). Die politische Dimension, den sein Besuch in einem kommunistischen Land zur Folge hat, verwirrt ihn ("This communist talk is so confusing").

Der US-Rapper Common (41) nahm Jay-Zs persönliche Kuba-Krise zum Anlass, seine eigene Meinung zu dem Thema loszuwerden. Im Remix "Open Letter Part II" erinnert er sich an seine eigene Reise nach Kuba 1997 und sein Treffen mit Assata Shakur. Die Black-Panther-Aktivistin und Menschenrechtlerin wurde 1973 in eine Schießerei hineingezogen und später wegen Mordes an einem Polizisten verurteilt. Seit 1984 genießt sie in Kuba politisches Asyl.

Common rappt über Shakur: "I went to Cuba to see her/ We should free her" ("Ich ging nach Kuba, um sie zu sehen/ Wir sollten sie befreien"). Da das FBI ein Kopfgeld auf die Patentante des 1996 ermordeten Rappers Tupac Shakur ausgesetzt hat, kann sie nicht in die Vereinigten Staaten zurückkehren. Das Verhältnis zu Kuba wird also auch die amerikanische Pop-Kultur noch eine Weile beschäftigen.

(sch/spot)