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Janine Kunze: "Keine Nackfotos!"

In ihrer neuen Serie "Heldt" (ZDF, donnerstags, 19.25 Uhr) wechselt Janine Kunze (38) nicht nur ihr Image, sondern das komplette Genre: von Comedy zum Krimi, vom Doofchen zur verkopften Juristin.

Ihren Sexappeal ist sie allerdings nicht losgeworden. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät die 38-Jährige, was die Serie "Heldt" von anderen Krimiserien unterscheidet, warum sie sich nicht noch einmal für den Playboy ausziehen würde und warum sie Probleme hat, sich selbst im Fernsehen anzuschauen.

In "Heldt" spielen Sie eine strenge Staatsanwältin. Warum haben Sie die Rolle als Ellen Bannenberg angenommen?

Ich glaube, die Rolle hätte jeder angenommen. In wenigen Schlagwörtern: Es ist ZDF und es ist Krimi - eine der Königsklassen.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen zeigt derzeit eine geballte Ladung an Krimi-Serien. Was unterscheidet "Heldt" von anderen Krimi-Serien?

Bei uns ist es nicht ein klassischer Krimi von wegen wir starten mit einem Mord und am Ende der Serie haben wir den Mord aufgeklärt. Wir behandeln viele Fälle in Form von Gewaltverbrechen, Steuerhinterziehung, Kindesentführung, Vergewaltigung. Es ist neu und speziell, dass man nicht weiß, was diese Woche in "Heldt" passiert.

Ihr Bruder ist Jurist und Ihr Ehemann Rechtsanwalt. War es da ein Leichtes, sich auf die Rolle als Staatsanwältin vorzubereiten?

Das war natürlich schon hilfreich. Es war schon gut, jemanden vom Fach fragen zu können.

Wie haben Sie sich mit Ihren Serienkollegen Timo Dierkes und Kai Schumann verstanden?

Ich muss sagen, ich bin so eine Harmonienudel. Ich mag es, wenn man Freude miteinander hat. Dann kann man auch viele Stunden intensiv miteinander arbeiten. Das ist besser, als wenn man ans Set kommt und man ist sich überhaupt nicht grün. Das hab ich in der Form jetzt aber auch noch nicht erlebt.

Ihr Ehemann ist nicht eifersüchtig, wenn Sie mit so vielen männlichen Kollegen zusammenarbeiten?

Nein. Er hat meine Kollegen auch kennengelernt. Wir waren gemeinsam nach dem Dreh essen und sind am drehfreien Wochenende feiern gegangen. Er wird oft eingebunden. Ich zieh ja nicht alleine mit den Kollegen um die Häuser. Und er braucht auch einfach keinen Grund zur Eifersucht zu haben.

Sind weitere Episoden von "Heldt" geplant?

Das ist von den Quoten abhängig. Es sind schon zwölf weitere Drehbücher in Auftrag gegeben. Wir hoffen natürlich, dass die Zuschauer die Serie annehmen.

Mit der neuen Serie vollziehen Sie auch einen Imagewechsel. Vom Blondchen in "Hausmeister Krause" zur cleveren Staatsanwältin. Sind Sie Carmen Krause dankbar oder verfluchen Sie den Ruf, den Ihnen die Rolle eingebracht hat?

Nein, ich verfluche da gar nichts. Ich habe die Rolle elf Jahre lang sehr gerne gespielt. Ich habe sie geliebt. Es ist eine der deutschen Kultserien. Da darf man stolz darauf sein. Letztendlich hat mich die Rolle in Deutschland ja auch populär gemacht und dafür gesorgt, dass ich seit 13 Jahren drehe und immer wieder Rollen angeboten bekomme. Aber jetzt ist es für mich natürlich auch toll, schauspielerisch eine andere Seite zu zeigen.

Auch in "Heldt" werden Sie das Image der heißen Blondine nicht ganz los. Miss-Mai-Poster begleiten Sie auch dort. Zudem wird Ihr Hinterteil teilweise prominent in Szene gesetzt. Sind Sie einfach zu sexy, um den Ruf der heißen Blondine komplett loszuwerden?

Natürlich (lacht). Ich bin der Meinung, dass wir in der Serie ein gutes Frauenbild verkörpern. Auch eine nicht ganz unattraktive Frau kann erfolgreich und klug sein. Strenge Frauen können auch weiblich sein. Und ich finde weibliche Frauen sehr angenehm. Frauen dürfen ihre Weiblichkeit ausleben, egal was sie beruflich machen.

Schauen Sie sich Ihre Sendung mit Ihrer Familie vor dem Fernseher an?

Es fällt mir schwer, mich selbst anzuschauen, vor allem, wenn viele Leute um mich herum sind. Es gibt viele Folgen beispielsweise von "Hausmeister Krause", die ich selber nie gesehen habe. Ich werde mir "Heldt" angucken, aber ich werde mir nicht jeden Donnerstag 19:25 Uhr meinen Wecker stellen. Meine Kinder sind außerdem noch zu jung, um die Serie sehen zu können.

Sie haben drei Kinder. Wollen Sie noch weitere haben?

Ich würde gern noch weitere Kinder haben. Aber derzeit steht das nicht auf meinem Plan, da ich beruflich sehr eingebunden bin. 2013 steht das also nicht auf dem Plan, aber schauen wir mal, was die Zukunft bringt.

Wie bekommen Sie nach jeder Schwangerschaft Ihre Figur wieder in Form?

Ich bin ja nun kein Magermodel und den Anspruch habe ich auch nie gehabt. Ich habe einen unglaublichen Stoffwechsel und dafür danke ich Gott jeden Tag. Ich esse auch mal einen Burger und brauche regelmäßig meine Süßigkeiten und meinen Kuchen, da kann ich einfach nicht drauf verzichten. Ich habe Freundinnen, wenn die einen Kuchen nur anschauen, dann setzt das bei ihnen schon an. Da spielt sich einfach auch viel im Kopf ab.

Hat der Playboy eigentlich noch einmal bei Ihnen angefragt?

Ja, aber das kommt für mich jetzt nicht mehr in Frage. Ich habe das damals echt gerne gemacht. Letztendlich werden im Playboy ja auch nur zwölf prominente Frauen im Jahr abgedruckt und das ist schon eine Ehre. Aber ich bin jetzt in einer Position, in der ich mein Kind auch nicht damit konfrontieren möchte. Ich habe das damals zu einer Zeit gemacht, in der ich viel gedreht habe. Aber ich glaube, ein Playboy-Shooting zu machen, wenn man noch nicht im Geschäft ist, wäre kontraproduktiv. Aber das heißt nicht, dass ich mit Nacktheit ein Problem habe. Ich habe auch kein Problem mit sexy Fotos, aber komplett nackte Bilder kommen für mich nicht mehr in Frage.

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