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Ist Sido ein Geizhals?

Rapper Sido (32) sorgt wieder für ordentlich Gesprächsstoff: Die 300.000 Euro, die der 32-Jährige im Rahmen der Pro-Sieben-Talkshow "Absolute Mehrheit" gewonnen hat, möchte er scheinbar für sich behalten.

Denken zumindest viele, die erbost sind, weil Sido nicht verraten möchte, was er mit dem Geld macht. "Jeder Politiker hätte selbstverständlich das Geld gespendet. Ein Gangster-Rapper kann es sich anscheinend leisten, in der Sendung über gerechte Bezahlung zu reden und anschließend 300.000 Euro nach Hause zu nehmen", wird der schimpfende Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen, von dem Online-Portal "Express.de" zitiert.

Und das ist bei Weitem noch nicht die einzige Stimme, die Empörung ausdrückt. Die Vize-Chefin der Linken, Caren Lay, findet das Verhalten des Rappers nicht fair. "Ich bin mir sicher, dass die meisten seiner Fans, die ihm zur absoluten Mehrheit verhalfen, davon ausgegangen sind, dass er das Preisgeld für ein sinnvolles Projekt spendet. Wenn von Politikern zu Recht Offenheit und Transparenz gefordert wird, sollte das auch für Sido gelten", erklärt Lay im Interview. Der Sender ProSieben verteidigt Sido und betont, die Kandidaten seien nicht dazu verpflichtet, das Geld zu spenden oder für einen bestimmten Zweck zu verwenden.

Außerdem bedeute Sidos Verhalten noch lange nicht, dass er das Geld nicht doch für Wohltätiges einplant. "Generell hat er es immer so gehalten, dass er Spenden seinerseits nie an die große Glocke gehängt hat und Spendenempfänger nie öffentlich benannt hat. Das möchte er so beibehalten", betont das Management des Künstlers. Also doch wieder mal viel Wirbel um Nichts?

(lp/spot)