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Inka Friedrich spielt erneut eine "Schmerzensfrau"

Kommt das Beste noch oder liegt alles hinter ihr? Eine Frage, die sich Schauspielerin Inka Friedrich mit ihren 47 Jahren immer wieder stellt. Obwohl sie im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" bestätigt, dass sie das Alter in einem Personalausweis kaum glauben könne, hat sich die gebürtige Freiburgerin für ein "gesetteltes" Leben entschieden.

In der Serienkooperation "Zeit der Helden" von Arte und dem SWR mimt Friedrich eine Frau, die sich mit dem typischen Krisen des Midlife-Alters auseinandersetzen muss. Eine teils untypische Produktion, die Friedrichs vollen Zuspruch hat. Ausgestrahlt wird die Reihe ab dem 25. März an fünf Tagen hintereinander mit jeweils zwei Folgen (20.15 Uhr und 22 Uhr). Das Besondere dabei: die Serie läuft in "Echtzeit", die Uhr im Fernseher zeigt die selbe Zeit an, die auch der Zuschauer zu Hause ablesen kann.

Auch diese Figur, eine kinderlose Managerin, die in eine tiefe Sinnkrise verfällt, passt irgendwie zu ihrem Rollenmuster. Immer wieder war die Schauspielerin in der Rolle der, von der "FAS" betitelten "Schmerzensfrau" zu sehen - die alleinerziehende Alkoholikerin, eine betrogene Ehefrau, eine verprügelte Gattin...

Eine Masochistin sei sie dennoch nicht, sie müsse sich, um ihr Klischee loszuwerden, lediglich darauf konzentrieren, weniger mit der Mimik zu spielen. Außerdem habe sie durchaus auch charakterlich starke Rollen verkörpert, verteidigt sich die Schauspielerin. Interessant fände sie, dass viele ihrer Kollegen "schwache" Rollen kategorisch ablehnten. "Niemand will heute schwach sein, nicht mal im Kino", schließt sie.

(jb/spot)