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Interview

Howard Carpendale: Bei Schulz fehlt mir was

Howard Carpendale hat bei der Bundestagswahl eine klare Favoritin: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Vor allem in einer Hinsicht konnte Merkels Kontrahent Martin Schulz ihn nicht überzeugen.

München. Drei Fragen zur Bundestagswahl an den Sänger Howard Carpendale:

Warum gehen Sie wählen oder warum gehen Sie nicht wählen?

Ich glaube, wir müssen uns bewusst sein, dass wir Glück haben, dass wir überhaupt wählen können. Das ist die einzige Möglichkeit, um unsere Stimme zu erheben, und deswegen finde ich es schon sehr wichtig, dass man zur Wahl geht.

Der Wahlkampf konzentriert sich stark auf die beiden Spitzenkandidaten von Union und SPD: Was gefällt Ihnen an Angela Merkel (CDU), was gefällt Ihnen an Martin Schulz (SPD)?

In einer sehr instabilen Welt bringt Merkel schon eine gewisse Stabilität mit sich. Als ich sie mit US-Präsident Donald Trump gesehen habe, dachte ich zum ersten Mal, das ist schon eine Person der Gegenwart. Zwölf Jahre im Amt, das ist eine Leistung. Schulz habe ich am Anfang sehr gemocht. Ich habe eine Rede von ihm gehört und fand ihn sehr gut. Er ist sicherlich ein intelligenter Politiker, aber irgendwie sehe ich ihn nicht auf der Weltbühne als Bundeskanzler oder Repräsentant von Deutschland. Ich kann es schwer erklären, aber da fehlt mir was.

Was erwarten Sie von der nächsten Bundesregierung?

Man muss das Gefühl bekommen, dass die kurzfristigen Ziele nach der Wahl aktiv umgesetzt werden, so dass die Änderungen schnell beim Wähler ankommen. Und ich wünsche mir Visionen für unser Land in dieser Welt.

ZUR PERSON: Howard Victor Carpendale (71) - so sein voller Name - wurde in Südafrika geboren, ist aber deutscher Staatsbürger. Den Weg in seine spätere Wahlheimat Deutschland fand er mit einer Pop-Band, mit der er Ende der 60er Jahre durch die Bundesrepublik tourte. Im Laufe seiner Karriere hatte er viele Hits, darunter natürlich „Hello again“. Mit Millionen verkauften Platten und 17 Top-Ten-Alben gehört er zu den erfolgreichsten Künstlern der Republik.

Von Interview: Aleksandra Bakmaz, dpa


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