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Boulevard Hollywood im Fortsetzungswahn
Menschen Boulevard Hollywood im Fortsetzungswahn
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14:03 07.05.2013
Quelle: Walt Disney

Hollywood im Fortsetzungswahn! Gehen den Produzenten die Ideen aus? Ist es reine Geldmacherei? Und wie geht die deutsch Filmbranche mit Fortsetzungen um? spot on news hat sich mal genauer mit dem Thema befasst.

Fortsetzungen bis die Hauptdarsteller nicht mehr wollen?

Von wegen. Kreativen Köpfen gelingt es oft, die Geschichte so zu drehen, dass auch ohne die Stars neue Teile entstehen können. So bedeuteten Keira Knightley (28) und Orlando Blooms (36) Ausstieg bei "Fluch der Karibik" keineswegs das Ende der Piraten-Saga. Es ging weiter: Ein neues Abenteuer, neue Gegenspieler und ein noch mysteriöserer Handlungsort - schließlich hatte man Johnny Depp (49) alias Captain Jack Sparrow noch an Bord. Der Erfolg gab dem König unter den Chaos-Piraten recht, "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" brach bereits am ersten Wochenende Einspielrekorde. Ein fünfter Teil ist in Arbeit und für Juli 2015 geplant.

Auch Tobey Maguires (37) Absetzung für weitere "Spider-Man"-Fortsetzungen nach Teil drei hielt die Handlung nicht auf. Schließlich steckt der Held ohnehin die meiste Zeit in einem Spinnenkostüm, da fällt es doch nicht weiter auf, wenn in der realen Welt ein anderes Gesicht herumläuft. Außerdem kann man die Handlung einfach in die Vergangenheit verlegen, da ist Peter Parker ohnehin Schüler und der Schauspielerwechsel leicht erklärbar. Teil vier "The Amazing Spider-Man" feierte Ende Juni 2012 Premiere, die Einnahmen lagen jedoch etwas hinter denen seiner Vorgänger.

Ausweg Auskopplung (Spin-off)

"Shrek"-lich wurde es im Kino erstmals im Jahr 2001, als der grüne Oger in Teil eins über die Leinwand polterte. Mittlerweile gibt es drei Fortsetzungen, sowie die 30-Minütige Fernsehproduktion "Oh du Shrekliche". Pläne für einen fünften Teil gab es zwar, man entschied sich dann aber lieber für eine Auskopplung. Schließlich hatte eine Figur besondere Aufmerksamkeit erregt: der rassige Kater mit den Kulleraugen und den Zorro-Ambitionen. Prompt wurde ein Spin-off daraus gemacht, in 3D verpackt und in die Kinosäle geschickt. "Der gestiefelte Kater" erschien 2011 und bescherte Dreamworks eine der erfolgreichsten Animationsproduktionen aller Zeiten.

Auch erst vor kurzem im Kino war "Der Hobbit". Nach dem Welterfolg der "Herr der Ringe"-Trilogie warteten die Zuschauer gespannt, ob denn da noch mehr käme. Ende 2012 war es soweit, Bilbo Beutlin nahm Kurs auf die Kino-Kassen. Nicht ganz "Herr der Ringe", dennoch bildgewaltig und mit dem Handlungsort in Mittelerde steht die Verfilmung des Romans von J.R.R Tolkien den Abenteuern der neun Gefährten auf ihrer Reise zum Schicksalsberg in nichts nach. Teil zwei und drei der "Hobbit"-Trilogie sind für Dezember 2013 und 2014 geplant.

Romane - Garanten für eine Fortsetzung?

Aus fünf "Harry Potter"-Bänden wurden, natürlich nur der Länge wegen, sechs Filme gemacht und auch "Twilight" erhielt einen Zusatz. Warum auch nicht? Die Mittel sind da, die Zuschauer begeistert, also zieht man das Spektakel so lange wie möglich hinaus. Doch nicht alle literarischen Verkauffsschalger treiben genug Geld in die Kassen. Von Philip Pullmans "Der goldene Kompass", eigentlich ein Fantasy-Werk aus drei Teilen, schaffte es nur der erste Teil von Lyras Geschichte auf die große Leinwand und auch Cornelia Funkes Trilogie "Tintenherz" wurde trotz Starbesetzung mit Brendan Fraser (44) nach Part eins nicht fortgesetzt.

Davon könnte noch mehr kommen!

Sieben Bücher, aber bisher nur drei Filme. "Die Chroniken von Narnia" haben noch deutlich Luft nach oben. Die Verfilmung der vierten Fantasy-Story des britischen Autors C.S. Lewis im wundersamen Zauberland Narnia müsste in der Fortsetzung aber wohl mit deutlich weniger Schauspielerin aus der bisherigen Besetzung auskommen. Denn im Roman "Der silberne Sessel" ist keiner der vier Ursprungshelden Peter, Susan, Lucy und Edmund vorgesehen.

Ein Mammut, ein Faultier und ein Säbelzahntiger gemeinsam im "Ice Age" gefangen und eine Erfolgsgeschichte, die nun schon in vier Teilen das große und kleine Kinopublikum begeistert. Im zweiten Teil taut's, im Dritten kommen die Dinos und im Vierten verschiebt sich schließlich die ganze Erde. "Ice Age - Voll verschoben" punktete auf ganzer Linie, erhielt Traumkritiken und lässt auf eine rasante fünfte Partie hoffen. Genau wie das die ulkigen Zoobewohner aus "Madagascar", die zuletzt im Oktober 2012 im deutschen Kino zu sehen waren, und mit ihrer "Flucht durch Europa" den bisher erfolgreichsten Ableger ihrer Reihe verbuchen konnten. Teil vier dringend erwünscht!

Auch Deutschland hat seinen Fortsetzungskönig

Dass Hollywood auf Sequels setzt, ist nicht unbekannt, doch auch deutsche Filmemacher wollen nacheifern. Bisher trauten sich allerdings nur wenige Regisseure in den Ring, einer der es gewagt hat, ist Til Schweiger (49). Mit "Keinohrhasen" rührte er das Publikum gleichzeitig zu Tränen und hatte die Lacher auf seiner Seite. Klar, dass "Zweiohrküken" nicht lange auf sich warten ließ. Weil das Ganze so erfolgreich war, versuchte er es gleich ein weiteres Mal. "Kokowääh" bestach 2011 durch witzige Dialoge, zudem verzauberte Schweigers Tochter Emma die Filmwelt. Teil zwei startete erst im Februar dieses Jahres.

(jb/spot)

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