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Boulevard Hochsommer: Halbnackte Männer mitten in der Stadt
Menschen Boulevard Hochsommer: Halbnackte Männer mitten in der Stadt
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09:36 05.08.2013
Zwei Jogger mit freiem Oberkörper auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Quelle: Ole Spata
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Berlin

t.

Natürlich gibt es das auch in den USA, wie die "New York Times" kürzlich in einem Artikel ("Shirtless Goes the City") kritisierte. Männer lassen die Hüllen fallen, nicht nur im Freibad, auf dem Feld oder der Baustelle, sondern auch beim Joggen, auf dem Fahrrad, dem Gehweg, in der U-Bahn oder sogar im Supermarkt.

Fünf Gründe, warum es cool ist, dass Männer sich oben ohne in der Stadt bewegen - und fünf Gründe, warum das schrecklich ist. Die (halb-)nackte Wahrheit:

PRO

1. Endlich sehen sich auch Männer als (sexy) Objekt der Begierde - viele Frauen und Schwule freut's.

2. Der Sommer ist die Zeit, in der man(n) endlich stolz die schweißtreibenden Ergebnisse aus dem Fitnessstudio zeigen kann.

3. Der nackte Oberkörper ist männermodisch die logische Konsequenz nach dem Flip-Flop-Trend oder der Renaissance der kurzen Hose.

4. Das Leben ist zu kurz, um seinen (jungen) Körper zu verhüllen - Waschbrettbäuche und auch hübsche Waschbärbäuche gehören gezeigt.

5. Nicht nur Bauarbeiter haben ein Recht auf nahtlose Bräune obenrum - der freie Oberkörper ist ein Zeichen für Freiheit und Gleichheit.

KONTRA

1. Der nackte Oberkörper gehört im Sommer nur ins Freibad und sonst nirgends hin - er ist eine unnötige Sexualisierung des Miteinanders.

2. Der Bierbauch, das Brusthaar, das peinliche Tattoo oder gar der Rücken mit Fell sind eine ästhetische Zumutung in der Öffentlichkeit.

3. Sittenverfall und mangelndes Kulturbewusstsein - die wichtige Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre verwischt zusehends.

4. Wenn auch Männer immer weniger anziehen, wächst der sowieso vorhandene Druck auf Frauen, was knappe Kleidung angeht.

5. Schweiß und Körpergeruch können bei einem nackten Oberkörper viel eher die Mitmenschen belästigen, was sich nicht gehört.

FAZIT

Benimmregeln, die früher selbstverständlich schienen, werden mehr und mehr infrage gestellt. Wer für strenge Kleidungsvorschriften und mehr Schamgefühl plädiert, muss sich genauer rechtfertigen, auch was die Verhüllung des männlichen Körpers angeht.

dpa

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