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Herbie Hancock beim Jazzfestival in Montreux 2014.

Herbie Hancock beim Jazzfestival in Montreux 2014. © Anthony Anex

Musik

Herbie Hancocks "Warner Years" in einer CD-Box

Er ist eine der ganz großen Jazzlegenden, Herbie Hancock blickt auf eine unvergleichliche Karriere zurück. Und immer wollte das Wunderkind am Piano, das schon im zarten Alter von 11 Jahren 1952 mit dem Chicago Symphony Orchestra sein Konzertdebüt feierte, musikalische Grenzen überschreiten.

Berlin.  

So neugierig wie Herbie Hancock ist kaum einer seiner Kollegen je gewesen. Er machte Platten zu George Gershwin oder Joni Mitchell, ließ sie nie auf einen Stil festlegen, und war immer auf der Suche nach neuen kreativen Herausforderungen.

Die drei stilbildenden Alben, die Hancock zwischen 1969 und 72 für Warner Bros. Records aufnahm, sind jetzt in einer opulenten CD-Box neu aufgelegt worden. In den 1960er Jahren war Hancock jahrelang Mitglied der Miles Davis Quintet, und so kann man die drei Alben "Fat Albert Rotunda", "Mwandishi" und "Crossings" auch als Versuch sehen, dem langen Schatten des Übervaters zu entkommen, Dabei lobte Miles Davis Hancock in seiner Autbiografie in den höchsten Tönen: "Herbie war die nächste Stufe nach Bud Powell und Thelonius Monk, und ich habe noch niemanden gehört, der sein Nachfolger sein könnte."

Unglaublich funky, frisch und voller Soul-Anklänge kommt das erste Album "Fat Albert Rotunda" daher, bei dem unter anderem Saxofonist Joe Henderson mit dabei war. Als Aufnahmeleiter fungierte der legendäre Rudy Van Gelder., der sehr viele Blue Note-Aufnahmen abgemischt hat.

Auf "Mwandishi" geben sich Hancock und seine Mispieler Namen in Suaheli und klingen deutlich avantgardistischer. Noch einen Schritt weiter ging Hancock in dem Album "Crossings", das einen Abschied vom Mainstream-Jazz markierte und in nie gehörte Klangwelten entführt.

dpa