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Boulevard Helmut Bergers Leben in Bildern
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12:50 02.11.2012
Muss Berger bald zur Dschungelprüfung? Quelle: Jörg Carstensen
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Berlin

t.

Viel Ähnlichkeit mit dem sinnlichen Jüngling auf dem Cover, der lange Jahre der Lebensgefährte des italienischen Meisterregisseurs Luchino Visconti war, hat Berger nicht mehr. Umso mehr macht der einstige König des Jetset sich bei der Vorstellung des Buchs am Donnerstagabend in Berlin einen Spaß daraus, vor den Journalisten den bärbeißigen, abgewrackten, biertrinkenden Österreicher mit dem rabenschwarzen Humor zu geben.

Den Text zu dem Buch habe er gar nicht selbst geschrieben, tut er gleich mal kund. "Vielleicht war's der Gottschalk." Und auch sonst mag er sich von Verleger Oliver Schwarzkopf nur mühsam Details zu den mehr als 600 versammelten Fotos entlocken lassen.

Immerhin soviel: Der um fast 40 Jahre ältere Visconti, der ihn mit den Filmen "Die Verdammten" und "Ludwig II." weltberühmt machte, sei sein "Meister", sein "Vaterersatz" gewesen. Schon schwerkrank, habe er ihm kurz vor seinem Tod 1976 geschrieben: "Da siehst Du, Helmut, wie ich Dich geliebt habe - ich habe meine Gesundheit für Dich hergegeben."

Romy Schneider, die Partnerin aus dem König-Ludwig-Drama, war "wie eine Schwester", und Liz Taylor "die Beste": "Wir beide haben immer den Richard Burton verarschen können, ohne dass er es gemerkt hat." Auch die späteren Zeiten sind nicht ganz ausgespart: Zusammenbruch und Alkoholexzesse nach Viscontis Tod, erniedrigende Rollen in "Denver" und B-Movies. Inzwischen lebe er in Salzburg von 450 Euro im Monat. "Da isst man halt statt Kaviar Kartoffelsuppe. Das ändert auch nix."

Eigentlich aber wartet Berger auf die "frechen Fragen", wie er sagt. Und so gibt er denn bereitwillig Auskunft über seinen verunglückten Auftritt in der Talkshow von Markus Lanz vom Vortag: "Ja, da war ich gut drauf. Aber nächstes Mal mache ich das Casting. Da bringe ich Lady Gaga mit und Madonna kann mich begleiten."

Berger hatte die anderen Gäste zum Teil reichlich schräg angeredet und dem Komiker Jörg Knör bei einem anfangs lustig gemeinten Gerangel zwischen die Beine gegriffen. "Das ist mein üblicher Griff, ich will wissen, was ich in der Hand habe", sagte er.

Und selbst die Frage nach einem möglichen Auftritt im RTL-Dschungelcamp bringt den Profi nicht aus dem Tritt. "Ja, das habe auch gelesen, aber ich weiß noch von nichts. Wenn sie mir 150 000 Euro geben - vielleicht gehe ich hin", sinniert er. "Kakerlaken schmecken ja wie Scampi, oder?"

dpa

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