Navigation:

© SpotOn

Kino

Helen Hunt ordnet sich dem Film unter

In "The Sessions" spielt US-Star Helen Hunt eine Sex-Therapeutin, die einen ungewöhnlichen Patienten hat. Journalist Mark O'Brien ist durch eine Krankheit gezwungen, in einem Gerät, eiserne Lunge genannt, zu leben.

Das soll ihn mit 38 Jahren aber nicht daran hindern, seine Jungfräulichkeit zu verlieren. Da kommt die Sex-Therapeutin Cheryl Cohen Greene ins Spiel. Und somit der Einsatz von Helen Hunt.

Die 49-Jährige musste sich für ihre Rolle mit der Nacktheit anfreunden. Als sie das Drehbuch bekam, fiel ihr "angesichts dieser Aussicht erst mal die Kinnlade runter" verrät die Schauspielerin im Interview mit der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". "Aber dann dachte ich mir, ist es wichtiger, was die Leute von meinem Körper halten, oder ist es mir wichtiger, Teil einer Geschichte zu sein, die Schönheit besitzt und den Menschen etwas gibt? Am Ende war mir Letzteres wichtiger", beschreibt Hunt ihre gemischten Gefühle.

In Erwartung von so viel Nacktheit könnte man meinen Hunt hätte vor dem Dreh eine Radikaldiät gemacht, doch weit gefehlt. "Ich bekam die Rolle zwei Wochen vor Drehbeginn, was glücklicherweise verhinderte, dass ich den eigenartigen, idiotischen und nutzlosen Versuch unternommen hätte, meinen 49 Jahren alten Körper zu verändern", erzählt die Hollywoodgröße. Ihren Körper hält Hunt aber ohnehin mit Yoga fit.

Auch ihr Lebensgefährte und Produzent Matthew Carnahan hatte kein Problem damit, seine Helen nackt auf der Leinwand zu sehen. "Er fand, er (der Film) sei schön, und er fand, ich sei schön, und das war alles, was ich hören musste", berichtet Hunt über die Reaktion ihres Freundes. Mit Carnahan ist Hunt seit mehr als zehn Jahren zusammen. Die beiden haben eine Tochter. Außerdem ist Hunt die Stiefmutter von Carnahans 15-jährigem Sohn.

Über ihren 50. Geburtstag im Juni macht sich die Oscargewinnerin keine Sorgen. "Ich freu mich darauf, 50 und einen Tag zu sein und zu sehen, dass die Welt nicht auseinandergefallen ist. Das wird nett". Vielleicht ist sie bis dahin sogar doppelte Oscargewinnerin, was den Geburtstag bestimmt noch netter machen würde. Für die Rolle als Sex-Therapeutin hat sie jedenfalls gute Karten.

SpotOn