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Hat man es leichter als schöner Mann, Sky du Mont?

Im Fernsehen gibt er den gut gestylten Edelmann, zu Hause trägt er lieber Jeans: Sky Du Mont. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht der beliebte Schauspieler über sein Gentleman-Image, seine Ehe mit der 28 Jahre jüngeren Mirja und seine Vaterqualitäten.

Wie lange stehen Sie morgens vor dem Spiegel?

Das geht ruckzuck. Ich bediene seit Jahren im Film das Klischee des gut gestylten Edelmanns. Das ist okay, auch wenn das mit dem privaten Sky nicht viel zutun hat. Zuhause trifft man mich eher in Jeans und Turnschuhen an.

Noch mehr Geheimnisse?

Ich bin überhaupt kein Karriereschauspieler, nie gewesen und jetzt werde ich es eh nicht mehr. Ich bin nie den Weg des Erfolgs gegangen, der Erfolg war bei mir eine Glückssache. Der "Schuh des Manitu" war einfach ein Riesenglück, die Rolle hätten sicherlich viele andere auch spielen können.

Aber wahrscheinlich hätte keiner im Anzug hoch zu Ross so gut ausgesehen. Hat man es leichter als gutaussehender Mann?

Vorausgesetzt, man findet mich gutaussehend, dann würde ich sagen: Ja! Ich bediene allein schon durch meine Physionomie gewisse Typen, die immer wieder gefragt sind. Das funktioniert gut, weil speziell in Deutschland das Klischeedenken sehr stark ist. Eine wunderschöne Frau hält man meistens für doof. Einen gutaussehenden Mann hält man meistens für homosexuell.

Erfahrungen?

Nicht wirklich (lacht). Ich habe auch keine Ahnung was Mann sexy macht. Ich glaube, Frauen mögen knackige Hintern. Und Humor - was ich bei Frauen auch sehr wichtig finde.

Was noch?

Ich habe mich bei meiner Frau, was ja keiner glauben mag, nicht in die Figur oder in ihre Jugend verliebt, sondern in ihre Augen.

Wie waren die?

Zunächst mal grün. Und dann hatte sie trotz ihrer Jugend eine gewisse Weisheit in den Augen, die mir von Anfang an signalisierten, dass da kein unerfahrenes Dummchen vor mir sitzt. Ich hätte es vorher niemals für möglich gehalten, dass ich mal mit so einer jungen Frau zusammen komme und auch noch zwei Kinder mit ihr bekomme.

Und wie fühlt es sich an?

Genauso wie mit einer Frau, die genauso alt ist wie ich. Gut, sie hat natürlich einen ganz anderen Körper als eine ältere Frau, aber ich glaube, dass nach einer gewissen Zeit die körperlichen Dinge nicht mehr so eine große Rolle spielen. Ich habe eine schöne Frau, ich schaue sie gerne an, aber es ist nicht das Wesentliche nach zwölf Jahren Beziehung. Es lebt sich ganz wunderbar, aber das hat nichts mit dem Altersunterschied von 28 Jahren, sondern mit dem Menschen Mirja zutun.

Eine Beziehung auf Augenhöhe?

Selbstverständlich. Das war auch einer der Hauptgründe, warum ich sie liebe und geheiratet habe. Ich finde, ein Partner sollte auf Augenhöhe sein, weil man sich ja auch mal fallen lassen will oder man will auch auf gleichem Niveau miteinander kommunizieren. Das hat nichts mit Intellekt zu tun, sondern man muss einfach die gleichen Dinge wollen, man muss die gleichen Dinge schön finden und man muss die gleichen Dinge nicht schön finden. Und das ist bei uns der Fall.

Wie wichtig ist Erotik?

Erotik ist natürlich sehr, sehr wichtig, klar. Aber mit Erotik meine ich jetzt nicht unbedingt Körperlichkeit. Erotisch ist, wenn ich meiner Frau zuschaue, wenn sie schläft. Dann gefällt sie mir. Das ist, glaube ich, alles Erotik. Erotik ist, wenn man miteinander isst, wenn man miteinander schweigt oder miteinander Musik hört.

Die liebenswerteste Eigenschaft Ihrer Frau?

Sie ist eine sehr kluge Frau und sie hat einen unglaublichen Humor. Außerdem ist sie eine tolle Mami.

Was sind Sie für ein Vater?

Einer, der seine Vaterschaft sehr genießt und sehr ernst nimmt. Ich nehme mir sehr viel Zeit für meine beiden Kinder und finde es höchst spannend zu beobachten wie sie sich entwickeln. So spannend, dass ich gerade ein Buch darüber geschrieben habe. "Liebeserklärung an die Chaosfamilie" ist ein sehr amüsantes Stück über Schwangerschaftschaos, Wickelwahnsinn und Elternabende im Kindergarten. Ein Buch über das ganz normale Alltagschaos. Mein Leben halt - schnörkellos und ohne Anzug!

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