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Kino

Happy Birthday! Superman kämpft seit 75 Jahren gegen das Böse

Am 18. April 1938 wurde ein Mythos geboren: Superman gab seinen Einstand in "Action Comics". Auf dem legendären Cover der gesuchten ersten Ausgabe des Comichefts demonstriert der Held im roten Cape bereits seine Kräfte, indem er das Auto einiger Gangster über seinen Kopf schwingt und zerschmettert.

Der Comic war ein Riesenerfolg und Supermans "Väter" Jerry Siegel (1914-1996) und Joe Shuster (1914-1992) hatten mit einem Schlag das Superhelden-Genre erfunden. Ihr ursprüngliches Konzept war dabei wenig heldenhaft: In einer ersten Geschichte tauchte der "Super-Man" 1933 noch als glatzköpfiger Bösewicht mit telepathischen Kräften auf.

In dieser Version wäre er sicher nicht so populär geworden wie der blau gekleidete Kämpfer für das Gute, der sich im Alltag mit Brille als unscheinbarer Reporter Clark Kent tarnt. In seiner Karriere machte er einige Veränderungen durch, seine Superkräfte wurden ebenso modifiziert wie seine Hintergrundgeschichte und sein Outfit. Begleiter wie Supergirl oder auch Superdog kamen und gingen, um Superman herum ließ der Verlag DC-Comics ein ganzes Superhelden-Universum entstehen. 1993 starb Superman in den Comics sogar unter großem Medienecho, natürlich nicht, ohne später durch eine Maschine von seinem Heimatplaneten Krypton wiederbelebt zu werden.

Superman blieb nicht lange auf die Comics begrenzt, bereits in den 1940ern kamen die ersten Cartoons und Serials in die Kinos, im Radio wurden Hörspiele gesendet. Von 1952 bis 1956 lief die Fernsehserie "Adventures of Superman" mit George Reeves (1914-1959) in der Hauptrolle. Ein Meilenstein war der von Richard Donner (82) mit aufwändiger Tricktechnik inszenierte "Superman"-Film von 1978, mit Christopher Reeve (1952-2004) als Superman, Marlon Brando (1924-2004) als dessen außerirdischer Vater Jor-El und Gene Hackman (83) als Schurke Lex Luthor. Drei Fortsetzungen und ein "Supergirl"-Spin Off folgten bis 1987, Qualität und Erfolg sanken dabei stetig.

In der Folge verliefen einige Superman-Kinoprojekte im Sande, dafür gab es 1993 bis 1997 die TV-Serie "Superman - Die Abenteuer von Lois & Clark", in der die seit jeher komplizierte Beziehung zwischen Superman/Clark Kent (Dean Cain, 46) und Kents Reporterkollegin Lois Lane (Teri Hatcher, 48) in den Mittelpunkt rückte. Weitaus erfolgreicher war die Serie "Smallville", die von 2001 bis 2010 von Clark Kents (Tom Welling, 35) Jugendzeit, bevor er zu Superman wurde, erzählte.

2006 schaffte Superman es auch wieder in die Kinos. Regisseur Bryan Singer (47) ignorierte die letzten beiden Teile der alten Kinoreihe geflissentlich und inszenierte "Superman Returns" als Quasi-Fortsetzung von "Superman II", und verwendete sogar altes Material von Marlon Brando in der Rolle des Jor-El wieder. Superman wurde hier von Brandon Routh (33) verkörpert.

"Superman Returns" war durchaus erfolgreich, doch statt einer Fortsetzung wurde, ähnlich wie bei Batman, ein kompletter Neustart der Serie beschlossen. Rechtzeitig zum Jubiläum soll "Man Of Steel" im Sommer 2013 in die Kinos kommen. Er wird von Zack Synder (47) in Szene gesetzt und wartet mit einer hochkarätigen Besetzung auf: Neben Henry Cavill (29) als Superman und Amy Adams (38) als Lois Lane werden etwa Kevin Costner (58), Russel Crowe (49) und Laurence Fishburne (51) zu sehen sein. Man darf also auch in seinem 75. Jahr auf Supermans neueste Inkarnation gespannt sein.

(kd/spot)