Navigation:

© ddp images/Sipa

Lifestyle

"Gut gekleidet fühlt sich an wie verliebt sein"

Frankreich - Metropole der Mode und der genialen Fashion-Kreateure. Einer von ihnen war Oleg Cassini, der 1913 als Sohn russischer Adeliger in Paris geboren wurde.

Mode begleitete ihn bis zu seinem Tod. Heute wäre der Kleidermacher 100 Jahre alt geworden.

Cassinis Mutter führte ihren eigenen Modesalon, bereits mit 20 fertigte er dort seine ersten Kleidungsstücke. Doch Cassini strebte nach mehr, so siedelte er 1936 nach New York um, wo er sich zunächst als Kostümbildner in Hollywood versuchte und nützliche Kontakte schloss. Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete er dann in Manhattan sein erstes eigenes Modehaus und wurde in den 1950er und 1960er Jahren mit seinen Kreationen weltberühmt.

Seine Karriere verdankte er zu einem Großteil Amerikas damaliger First Lady Jacqueline Kennedy, für die er zwischen 1961 und 1963 rund 300 Kleider entwarf und die ihn sogar zum offiziellen Designer des Weißen Hauses berief. Doch nicht nur die Präsidentengattin gehörte zum Kundenstamm des Modemachers. Cassini kleidete die größten Schauspiel-Diven der Zeit. Zu seinen Kunden zählte neben Joan Fontain und Natalie Wood auch Marilyn Monroe.

Cassini umgab sich mit den schönsten Frauen der Szene, führte sogar eine Liebesbeziehung zu Stil-Ikone Grace Kelly, die sich dann allerdings für ein Leben an der Seite von Fürst Rainier III von Monaco entschied. Bis zu ihrem Tod 1982 verband die beiden jedoch eine enge Freundschaft.

Die Mode Cassinis zeichnete sich vor allem durch Kreativität und Zeitgeist aus. Er schuf seine Kreationen unter dem Motto: "Gut gekleidet fühlt sich an wie verliebt sein". Seine Liebe und sein Gespür für Feinheiten prägten die Mode seiner Zeit nachhaltig. Am 17. März 2006 verstarb Cassini in Long Island an einer Gehirnblutung, hinterließ jedoch einen bleibenden Eindruck in der Fashionwelt.

(jb/spot)