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George: Schwerste Rolle seines Lebens

Götz George war gerade mal acht Jahre alt, als sein Vater Heinrich 1946 in einem sowjetischen Internierungslager verhungerte. Nun, mit 74 Jahren, steht er in der Rolle seines Vaters vor der Kamera. Die Dreharbeiten für das TV-Doku-Drama "George" sind fast abgeschlossen.

Hamburg. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) besuchte Götz George am Filmset und sprach mit ihm über die wohl schwerste Rolle seines Lebens.

Heinrich George war einer der bekanntesten Schauspieler in der Weimarer Republik und der Nazi-Zeit, für seinen Sohn war er schlicht ein "großer, großer Künstler und Mensch." "Das Politische interessiert mich überhaupt nicht", sagte er der "FAZ". Er wolle dem Künstler und Menschen nachspüren. Heinrich George wurde wegen seiner Nähe zu den Nazis immer wieder kritisiert. Laut seinem Sohn war er aber "eine politische Niete". Er habe einfach nur spielen wollen.

Sätze wie "Am Ende reiß ich mir hier den Arsch auf, und die Leute können gar nicht würdigen, was dieser Mann in seinem Leben geleistet hat" lassen erahnen, wie sehr sich George an dieser Rolle aufreibt. Der Film "George" wird 2013 im Ersten und auf Arte ausgestrahlt.

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