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Schauspieler Georg Uecker ARCHIV auf der Berlinale 2016 bei den Teddy Awards.

Schauspieler Georg Uecker ARCHIV auf der Berlinale 2016 bei den Teddy Awards. © Gregor Fischer

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Georg Uecker: Freunde und Kollegen unterstützen mich 

Georg Uecker ist ein Urgestein der "Lindenstraße": Seit den Anfängen der Serie spielt er Dr. Carsten Flöter. Nun hat der Schauspieler seine HIV-Infektion publik gemacht - und sorgt damit für Gesprächsstoff.

Berlin. "Lindenstraßen"-Schauspieler Georg Uecker hat nach der Bekanntgabe seiner HIV-Infektion positive Reaktionen bekommen. "Viele Freunde und Kollegen haben sich gemeldet", sagte Uecker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Man macht mir Mut und sagt, das habe Signalwirkung. Das ist wirklich toll." Er habe zwar nie ein Geheimnis aus der HIV-Infektion gemacht, aber ein zweites, öffentliches Coming-Out sei dennoch ein besonderer Schritt. Für den habe er sich Zeit lassen wollen, sagte der Schauspieler.

Uecker ist nach eigenen Angaben bereits seit mehr als drei Jahrzehnten HIV-positiv. Die vielen Gerüchte, die sich in den vergangenen Jahren immer wieder um seinen Gesundheitszustand rankten, ließen ihn aber inzwischen kalt. "Am Anfang habe ich das schon als verletzend empfunden", sagte der 53-Jährige. Als Anlass, sich öffentlich zu äußern, habe er das aber nie genommen. "Ich wollte mich nicht von falschen Behauptungen in eine Ecke drängen lassen." Er habe ganz bewusst auf den richtigen Moment gewartet.

Große Pläne für die Zukunft habe Uecker bisher nicht. "Ich habe weiterhin Lust, so zu leben, wie ich es bisher getan habe." Dazu zähle vor allem, mit tollen Leuten zu arbeiten und neue Projekte zu entwickeln.

Uecker hatte seine HIV-Infektion am Freitag in einem Interview auf der Seite der "Lindenstraßen"-Produktionsfirma gff öffentlich bestätigt.

dpa


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