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Boulevard Fünf Fragen zum 50. ZDF-Geburtstag
Menschen Boulevard Fünf Fragen zum 50. ZDF-Geburtstag
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13:45 01.04.2013
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Zum ZDF-Jubiläum beantwortet die Nachrichtenagentur spot on news fünf Fragen:

Warum sitzt das ZDF ausgerechnet in Mainz?

Diese Frage wurde in den frühen 60er-Jahren politisch geklärt. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer waren unterschiedlicher Meinung. Franz Meyers aus NRW hatte sich zunächst für Essen eingesetzt, andere CDU-Kollegen für Mainz, weil sich Peter Altmeier aus Rheinland-Pfalz sehr für die ZDF-Gründung eingesetzt hatte und dafür belohnt werden sollte. Die SPD-Länderchefs plädierten für Frankfurt/Main, was jedoch verworfen wurde, weil es keine Stadt sein sollte, in der sich schon eine Landesrundfunkanstalt befindet. Dann brachte Meyers überraschend Düsseldorf ins Spiel. Die letzte geheime Abstimmung ergab fünf Stimmen für Düsseldorf und sechs für Mainz.

Wie kam man auf die Mainzelmännchen als Symbole für das ZDF?

Der Grafiker und Bühnenbauer Wolf Gerlach hatte die sechs Figuren entwickelt, um die staatsvertragliche Trennung von Programm und Werbeblock zu erfüllen. Er nannte sie Mainzelmännchen, weil ihn die hektischen Fernsehmitarbeiter an die Heinzelmännchen erinnerten und er der Sendestadt Mainz gerecht werden wollte. Seit dem 2. April 1963 sind deshalb der faule Anton, der fleißige Berti, der musische Conni, der schlaue Deti, der schelmische Edi und das sportliche Fritzchen on air. Zunächst in Schwarz-Weiß, seit 1968 auch in Farbe.

Wer sind die größten Stars des ZDF?

Das Zweite Deutsche Fernsehen hat in seiner 50-jährigen Geschichte viele Menschen groß und bekannt gemacht. In erster Linie sind Schauspieler zu nennen wie Horst Tappert (gest. 2008) und Fritz Wepper aus der legendären Krimi-Serie "Derrick", Witta Pohl und der unvergessene Günter Strack (gest. 1999) aus "Diese Drombuschs", Heinz Weiss (gest. 2010) und Heide Keller (81) aus "Das Traumschiff", Klausjürgen Wussow (gest. 2007) aus "Die Schwarzwaldklinik". Showgrößen wie Thomas Gottschalk wurden beim ZDF zu großen Stars, aber auch Journalisten wie Claus Kleber, Marietta Slomka und Hanns Joachim Friedrich (gest. 1995), der Chef des ZDF-Sportstudios war, bevor er zur ARD wechselte. Das "Sportstudio" brachte eine ganze Reihe von äußerst populären Moderatoren hervor wie Harry Valerien (gest. 2012), Rainer Günzler (gest. 1977) oder Dieter Kürten, der die Sendung 375 Mal präsentierte.

Die tollsten Quoten

Laut Medienagentur "Meedia" war der erste große Straßenfeger die Show "Peter Alexander präsentiert": 25,29 Mio. sahen sie am 2. Dezember 1976 - ein Rekord, der erst zehn Jahre später durch das Fußball-WM-Finale Deutschland-Argentinien getoppt wurde, das 27,02 Mio. sahen. Den Abschluss des Abenteuer-Vierteilers "Michael Strogoff" mit Raimund Harmstorf am 6. Januar 1977 sahen 25,14 Mio. Leute, auch die Krimireihen "Derrick" und "Der Kommissar", sowie die Show "Der große Preis" traten in den 20-Mio.-Zuschauer-Club ein. "Das Traumschiff" schaffte gleich fünfmal den Sprung über die 20-Mio.-Marke, am sogar einmal auf 23,40 Mio., "Wetten, dass..?" erreichte ebenfalls einmalig 20,40 Mio. Zuschauer. 1987 machte die Serie "Fackeln im Sturm" von sich reden, die mit ihren Folgen 3 bis 6 auf Werte von 21,46 Mio. bis 23,89 Mio. sprang. Auch der Klassiker "Diese Drombuschs" schafften Zahlen von mehr als 23 Mio. Und am 23. Januar 1988 kam "Die Schwarzwaldklinik" auf 20,09 Mio Zuschauer.

Was waren die größten Skandale?

In der 50-jährigen Geschichte des ZDF ging es erstaunlich reibungs- und skandalfrei ab. Zwar wurde dem Sender immer wieder von politischen Kritikern eine unterschwellige Nähe zu Unionskreisen unterstellt, doch im Großen und Ganzen blieben hausgemachte ZDF-Skandale aus. 2012 geriet ein Interview des ZDF-Anchorman Claus Kleber mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad wegen angeblicher mangelnder Distanz in die Kritik. 2007 wurde die Moderatorin Andrea Kiewel (ZDF-Fernsehgarten) wegen Schleichwerbung aus dem Programm genommen und seit Herbst 2012 ist immer wieder von Schleichwerbungsvorwürfen bei "Wetten, dass..." (unter Thomas Gottschalk) zu hören und zu lesen.

Ein großes öffentliches Drama war die Entführung der Töchter des bekannten ZDF-Journalisten und "heute-journal"-Erfinders Dieter Kronzucker in der Toskana im Jahr 1980. Erst gegen eine Zahlung von 4,3 Millionen Mark kamen Sabine (damals 13) und Susanne Kronzucker (damals 15) nach 68 Tagen frei. Anschließend wurde gegen ihre Eltern ermittelt, weil damals in Italien Lösegeldzahlungen verboten waren.

Weniger dramatischer war ein Vorfall im ZDF-Sportstudio im Jahr 1971. Der ehemalige Weltklasseschwimmer und "Tarzan"-Darsteller Johnny Weißmüller war zu Gast bei Dieter Kürten. Bei dem Gespräch riss ein anwesender Schimpanse der Frau von Weißmüller die Perücke vom Kopf. Entsetzen im Studio - und ganz Deutschland lachte...

(ln/spot)

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