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Felix Baumgartner lässt es mit 44 ruhiger angehen

Stratosphären-Springer Felix Baumgartner feiert seinen 44. Geburtstag - und in all diesen Jahren hat er genug erlebt, um damit ein Buch zu füllen. "Himmelsstürmer: Mein Leben im freien Fall" erscheint am 14. Mai beim Verlag Malik.

Darin wirft Baumgartner einen persönlichen Blick ins Innenleben der legendären "Mission Stratos" und berichtet, was er erlebt hat, als er am 14. Oktober 2012 mit 1342 km/h kopfüber auf die Erde zugerast ist.

Illustriert mit zahlreichen Bildern soll der Salzburger in dem Buch auch seine anderen Abenteuer beschreiben. Der gelernte Maschinenschlosser ließ sich beim österreichischen Bundesheer zum Fallschirmspringer ausbilden - und wurde bald zu einem der berühmtesten Basejumper weltweit.

Diese Extremsportler springen mit Fallschirmen von festen Objekten, BASE steht für building (Gebäude), antenna (Sendemast), span (Brücke) und earth (Boden). Baumgartner stürzte sich 1996 bei seinem ersten Sprung von der New River Gorge Bridge in West Virginia. Seit 1997 betreibt er Basejumping professionell.

Zu seinen spektakulärsten Auftritten gehören 1999 die Sprünge vom damals höchsten Gebäude der Welt, den Petronas Towers in Kuala Lumpur, und von der Christus-Statue in Rio de Janeiro. 2003 flog er als erster Mensch im Gleitflug mit Hilfe von Karbonflügeln von England nach Frankreich. Er absolvierte außerdem 2004 den vermutlich schwierigsten Basejump aller Zeiten - in einen 190 Meter tiefen, flaschenförmigen Höhlenschacht im kroatischen Velebitgebirge.

Den Sprung aus der Stratosphäre plante er von 2010 an, musste aber immer wieder Rückschläge wie Gerichtsstreitereien hinnehmen. Am 14. Oktober 2012 war es dann doch noch soweit: Aus fast 39 Kilometern Höhe stürzte sich Baumgartner in Richtung Erde und brach dabei drei Weltrekorde: Er erreichte die Maximalgeschwindigkeit von Mach 1,25 oder exakt 1.357,6 Stundenkilometern, den höchsten Absprung bei 38.969,40 Metern und den längsten freien Fall mit einer Länge von 36.402,6 Metern.

Jetzt will es Baumgartner langsamer angehen lassen: Nach dem Stratosphärensprung zog er sich vom Extremsport zurück und verkündete, dass er als Rettungshubschrauberpilot arbeiten wolle.

Der Österreicher, der mit seiner Freundin in der Schweiz lebt, sorgte auch schon für negative Schlagzeilen: Im vergangenen November wurde er wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er einen griechischen Lkw-Fahrer mit einem Faustschlag verletzt hat. Auch Interview-Passagen in der "Kleinen Zeitung" brachten ihm Kritik ein: "Du kannst in einer Demokratie nichts bewegen. Wir würden eine gemäßigte Diktatur brauchen, wo es ein paar Leute aus der Privatwirtschaft gibt, sie sich wirklich auskennen", sagte Baumgartner.

Anfang April sorgte der Österreicher dann mit einem Facebook-Eintrag für Lacher: Er postete ein Foto und schrieb dazu, dass er Ozzy Osbourne getroffen habe. "So ein cooler Typ! Ich liebe seine Musik". Auf dem Bild war Baumgartner allerdings mit Gene Simmons von Kiss zu sehen... Baumgartner nannte die Aktion später einen Scherz.

(hub/spot)