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Fall Hoeneß: Geld aus Spekulations-Geschäften?

Um wie viel Geld geht es im Fall Uli Hoeneß (61)? Nachdem der "Focus" berichtet hatte, gegen Hoeneß liefen Steuerermittlungen, nachdem er sich im Januar im Zusammenhang mit einem Schweizer Konto selbst angezeigt hatte, reichen die Spekulationen von 10 bis zu mehreren Millionen Euro.

Die "Bild"-Zeitung berichtet jetzt, der 2009 verstorbene ehemalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus habe Hoeneß vor 13 Jahren Geld geliehen. Dreyfus, der in der Schweiz lebte, und Hoeneß sollen dem Bericht zufolge ein Schweizer Konto eröffnet und an der Börse und mit Devisen spekuliert haben. Laut "Bild" vermuten Insider, Hoeneß könnte in dieser Zeit die angefallene Kapitalertragssteuer aus seinen Spekulations-Geschäften nicht an die deutschen Steuerbehörden gezahlt haben. Angeblich interessiert sich die Staatsanwaltschaft vor allem für den Zeitraum von 2001 bis 2010. Rund 20 Millionen Euro sollen am Ende dieses Zeitraums auf dem Schweizer Konto verbucht gewesen sein, schreibt das Blatt weiter.

Spekulationen, Hoeneß könne mehrere hundert Millionen in der Schweiz haben, stehen wohl im Zusammenhang mit einem Bericht des "Stern" aus dem Januar. Das Magazin berichtete von einem Konto, auf dem ein "Spitzenverdiener der Bundesliga" diese Summen gebunkert haben könnte. Dass es sich dabei allerdings um Hoeneß handelt, ist nicht erwiesen.

Das Geld soll weder mit dem FC Bayern noch mit der Wurstfabrik von Hoeneß im Zusammenhang stehen, zitiert "Bild" einen Vertrauten von Hoeneß. Die Ermittlungen könnten sich noch Monate hinziehen. Von seinen Ämtern beim FC Bayern München wolle Hoeneß vorerst nicht zurücktreten, berichtet "Sport Bild Plus".

(hub/spot)