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Fahndung nach Schaulustigen beim "Tatort"-Dreh in Weimar

Es ist ein schwerer Fall für den neuen Weimarer Tatort, allerdings nicht für das Ermittler-Team Nora Tschirner und Christian Ulmen. Der Fall ist auch weniger krimineller Natur als vielmehr eine vertrackte Fahndung nach unfreiwilligen Komparsen.

Denn bevor der neue Tatort am 26. Dezember seine Premiere feiern kann, muss der produzierende Sender, der MDR, noch die Personen finden, die als Schaulustige in den Film gekommen sind und noch nicht ihr Einverständnis gegeben haben.

Beim Dreh auf dem Marktplatz des Städtchens Weimar am 5. April sind Passanten aufs Bild gekommen. Im schlimmsten Falle könnten einige der Szenen nicht verwendet werden. Regisseurin Franziska Meletzky sagte dem MDR, sie brauche dringend das Einverständnis der Menschen, weil sie die Szenen sehr gelungen finde und deshalb verwenden möchte. "Wenn ich diese Erklärung habe, ist das kein Problem. Ich kann schöner schneiden und Sie sehen sich am 26. Dezember 2013 im Tatort!"

Der MDR hofft nun, dass sich in Frage kommende Personen melden und hat dafür sehr detaillierte Beschreibungen veröffentlicht: So wird nach einem Mann "mit dunkler Mütze und dunkler Jacke, der ein Kind auf dem Arm hält" gefahndet. Ebenfalls gesucht wird "eine junge Frau mit dicker weißer Jacke und weißem Schal, die sehr intensiv ihr Handy bearbeitet" und "eine Dame mit blonden Strähnchen im Haar und einem Kinderwagen", die eine Bratwurst isst. Auch ein Pärchen mit Strickmützen soll sich dringend melden.

Ob die gesuchten Personen rechtzeitig ihre Einwilligung zu ihrem "Gastauftritt" im "Tatort" geben, bleibt abzuwarten.

(ala/spot)