Navigation:
Digital

Facebook testet "Promi-Porto"

Das soziale Netzwerk Facebook will offenbar die Abgabe eines "Promi-Portos" einführen. Heißt im Klartext: Nutzer, die einem Star eine persönliche Nachricht schicken werden dafür künftig zur Kasse gebeten.

Wie die britische Zeitung "The Sunday Times" berichtet, wird die Funktion derzeit in England getestet. Eine Nachricht könnte demnach bis zu zehn Pfund (etwa zwölf Euro) kosten. Die Gebühr soll zudem für Nachrichten an Personen erhoben werden, die nicht in der Freundesliste auftauchen.

Facebook begründet die Maßnahme angeblich damit, dass Promis vor überfüllten Postfächern geschützt werden sollen - eine Art Spam-Schutz also. Klingt eigentlich ganz sinnvoll. Doch dass das Unternehmen die Gebühr selbst einstreicht, dürfte bei manchem User für Verärgerung sorgen.

"Ein Teil dieses Tests beinhaltet höhere Preise für Nachrichten an öffentliche Personen, basierend auf deren Anzahl an Abonnenten", sagte ein Facebook-Sprecher zu "Bild.de" auf Nachfrage. Je mehr Follower eine Person hat, desto teurer könnten also die Nachrichten werden. Im Fall von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der derzeit über 17 Millionen Abonnenten hat, könnte das also richtig ins Geld gehen. In den USA soll die Höchstgebühr bei 15 Dollar angesetzt werden.

Bisher wurden Mitteilungen an "Nicht-Freunde" beim Empfänger in den "Sonstige"-Ordner verschoben und gingen dort meist unter. Facebook-Nachrichten zu Freunden und Freunden von Freunden sollen weiterhin ohne zusätzliche Bezahlung angezeigt werden.

(mih/spot)