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Dschungelcamp - eine "werbefinanzierte Gehirnamputation"?

Dschungel hier, skurrile Kandidaten da, überleben unter widrigen Umständen und Insektenessen - seit zehn Tagen dominiert das RTL-Dschungelcamp die Nachrichten.

Für einen wie Hannes Jaenicke muss das wie Hohn klingen, denn der Schauspieler engagiert sich seit langem für den Schutz der Regenwälder, unter anderem im vielversprechenden Projekt Odzala (odzala.com). Der Nachrichtenagentur spot on news verriet der 52-Jährige, wie er den Quotenrenner "Dschungelcamp" findet.

Herr Jaenicke, was halten Sie vom "Dschungelcamp"?

Das ist werbefinanzierte Gehirnamputation.

Haben Sie die Sendung schon mal gesehen?

Ich hab einmal 20 Minuten reingeschaut, als Costa Cordalis dabei war. Mein Leben ist zu kurz für solchen Schwachsinn.

Können Sie den Hype verstehen?

Nein. Der kann nur entstehen, wenn es Leuten zu gut geht und sie nichts mehr mit sich anzufangen wissen.

Gibt es irgendeine Parallele zu einem echten Aufenthalt im Regenwald/Urwald/Dschungel?

Soll die Frage ein Witz sein? Da hocken Hundertschaften von sogenannten "Fernsehschaffenden" mit Ü-Wagen und Cateringfirma im Pseudo-Dschungel. Es wundert mich, dass die Sendung zwecks Profitsteigerung nicht längst in einem Kölner Studio gedreht wird.

Haben Sie schon mal Insekten gegessen, als Sie im Regenwald waren?

Ja. Bei einer Australien-Doku wurde ich einmal von Aborigines in der Nähe von Canberra zum traditionellen Motten-Essen eingeladen und habe aus Höflichkeit eine gegessen. Gewöhnungsbedürftig.

Wie finden Sie es, dass lebendige Würmer etc. in der TV-Sendung gegessen werden?

Als Vegetarier finde ich das natürlich überflüssig. Aber das Niveau der Teilnehmer und TV-Macher ist so weit unter der Gürtellinie, dass ich mich gar nicht weit genug bücken kann, um hingucken zu können.

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