Navigation:

© WDR/Martin Menke

"Trautes Heim"

Drei Fragen zum Köln-Tatort

In "Trautes Heim" nimmt Familienvater Roman Sasse (Barnaby Metschurat) die Dienste einer professionellen Alibi-Agentur in Anspruch. Eine kurze Google-Suche reicht, um festzustellen - diese Agenturen gibt es tatsächlich.

Köln. Sie erfinden Ausreden, organisieren fiktive Dienstreisen und Hotelreservierungen, senden gefälschte Urlaubsgrußkarten aus dem Ausland. Einige Anbieter haben sogar eine Art Flatrate und so genannte Permanent-Alibis im Programm.

Wie kann man unbemerkt eine Szene am Kölner Dom drehen?

Gar nicht. Laut Drehbuch sollte Roman Sasse das Lösegeld unbemerkt in einem Mülleimer deponieren. Erst, wenn der unbekannte Täter sich zu erkennen gibt, wollen die Kommissare zugreifen. Doch "unbemerkt" ging auf der Domplatte gar nichts. Rund 25 Pressefotografen und zahlreiche Passanten hielten die Dreharbeiten immer wieder auf. Die Schauspieler und das Produktionsteam nahmen es aber locker. Erst einmal zuvor war für den Kölner "Tatort" am Dom gedreht worden: In "Minenspiel" (2005) beteiligten sich die beiden Kommissare an einer Demonstration gegen Landminen.

Roman Sasse führt neun Jahre ein Dopplelben mit zwei Familien. Ist so etwas auch in der Realität möglich?

Ja! Erst 2012 wurde ein Fall von einem 50-jährigen Engländer bekannt, der 21 Jahre lang ein Doppelleben führte. Mit seiner Ehefrau brachte er acht Kinder zur Welt, weitere vier waren von seiner Geliebten. Mit beiden wohnte er mehr oder weniger abwechselnd zusammen, ohne dass die zwei Frauen voneinander wussten - bis alles aufflog.

(mih/spot)