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Der Papst befördert seinen schönen Sekretär

Er ist der schönste Priester von Rom, und böse Zungen behaupten, dass viele Frauen nur wegen ihm in die ewige Stadt pilgern. Man nennt man ihn nur "Don Giorgio", und weil er einer der mächtigsten und einflussreichsten Männer des Vatikans ist, hat er auch etliche Gegner und Neider.

Am 6. Januar, dem Dreikönigstag, tritt seine jüngste Beförderung in Kraft. Dann wird Dr. Georg Gänswein (56), der persönliche Sekretär und Präfekt des päpstlichen Haushalts von seinem Chef zum Erzbischof geweiht.

Der attraktive sportliche Deutsche, der Tennis, Skifahren und Bergwandern als seine Hobbys nennt, ist eines von fünf Kindern einer Schmied-Familie aus Riedern im südlichen Schwarzwald. Er studiert in Freiburg und Rom Theologie und promovierte 1993 in München. Nach Kaplansjahren und als Referent des Erzbischofs von Freiburg kam er zur vatikanischen Sakramenten-Kongregation in Rom und dann, 1996, zur obersten Glaubensbehörde, wo er 2003 Privatsekretär des Chefs Kardinal Joseph Ratzinger wurde. Als der 2005 zum Papst gewählt wurde, blieb Gänswein sein engster Vertrauter.

Kein anderer Priester hat so viel Einfluss auf den Pontifex Benedikt XVI. wie Gänswein. Er organisiert die Termine des Papstes, kümmert sich um die Korrespondenz, wählt größtenteils die Besucher aus, filtert die Audienzanträge. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb Ende Dezember 2012: "Bei jedem Auftritt Benedikts ist er an seiner Seite. So gibt es fast kein Foto des Pontifex, auf dem nicht Gänsweins markantes Gesicht erscheint. Stets ist er parat, seinem Chef die Brille zu reichen und das Scheitelkäppchen zurechtzurücken, wenn der Wind daran zaust. Er ist aufgefallen, seit Benedikt 2005 sein Amt antrat. Warum? Das beantwortet die Frage, die die Gattin des damaligen italienischen Staatspräsidenten Ciampi gestellt haben soll: ,Wie gut sein Sekretär aussieht, wie heißt er?'"

Der einflussreiche 56-Jährige gibt sich im Gegensatz zu den meisten kirchlichen Würdenträgern des Vatikans, die ihre pastorale Weltentrücktheit wie eine Monstranz vor sich her tragen, lässig, umgänglich und unkompliziert. Er macht "bella figura", wie die Römer es nennen und lieben. Das bringt im Kirchenstaat auch etliche Neider auf den Plan, die eigentlich darauf spekuliert hatten, dass Gänsweins Karriere mit dem Skandal der Vatikanpapiere, die über den Kammerdiener Paolo Gabriele in die Öffentlichkeit gelangt waren, zu Ende ist. Einige Beobachter wähnten dahinter sogar eine Intrige gegen den persönlichen Sekretär des Papstes.

Der einflussreiche 56-Jährige gibt sich im Gegensatz zu den meisten kirchlichen Würdenträgern des Vatikans, die ihre pastorale Weltentrücktheit wie eine Monstranz vor sich her tragen, lässig, umgänglich und unkompliziert. Er macht "bella figura", wie die Römer es nennen und lieben. Das bringt im Kirchenstaat auch etliche Neider auf den Plan, die eigentlich darauf spekuliert hatten, dass Gänsweins Karriere mit dem Skandal der Vatikanpapiere, die über den Kammerdiener Paolo Gabriele in die Öffentlichkeit gelangt waren, zu Ende ist. Einige Beobachter wähnten dahinter sogar eine Intrige gegen den persönlichen Sekretär des Papstes.

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