Navigation:

© dpa

Musik

Der HSV beendet Talfahrt

Die markigen Worte von Trainer Thorsten Fink haben beim Hamburger SV Wirkung gezeigt. Nach drei Niederlagen in Serie gewannen die Norddeutschen am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim FSV Mainz 05 mit 2:1 (0:0) und meldeten sich wieder zurück im Kampf um die internationalen Plätze.

Vor 34.000 Zuschauer in der ausverkauften Mainzer Arena besiegelte der Koreaner Heung-Min Son mit zwei Treffern (62./81. Minute) die vierte Heimniederlage der Rheinhessen. Die Abschlussschwäche wirft die Mainzer dagegen weiter zurück. Daran konnte auch der zu späte Abschlusstreffer des eingewechselten Shawn Parker (86.) nichts ändern.

Gras fressen hatte Fink von seinen Spielern nach den desaströsen letzten Wochen gefordert. Der wiedergenesene Petr Jiracek und Milan Badelj stärkten das Mittelfeld, Rafael van der Vaart führte die Hamburger erstmals anstelle von Heiko Westermann als Kapitän aufs Feld. Flügel verlieh die neue Aufgabe dem Niederländer nicht. Die Hanseaten wirkten zwar nicht verunsichert, konnten der Partie aber kaum Impulse verleihen. Vor der Pause besaß der HSV nur eine Torchance: Marcell Jansen köpfte nach einem Fehler von Christian Wetklo am leeren Tor vorbei (40.).

Bei den Mainzern war die Wiedergutmachung für das unnötige 1:2 von Nürnberg spürbar. Andreas Ivanschitz und Marcel Risse ersetzten in der Offensive Niki Zimling und Jan Kirchhoff. Vor dem gegnerischen Tor taten sich die Rheinhessen wie in den vorangegangen Begegnungen äußerst schwer. Elkin Soto drosch frei stehend den Ball aus elf Metern übers Tor (11.). Näher dran am 1:0 war Ivanschitz nach 34 Minuten, als er Dennis Diekmeier austanzte und aus 18 Metern die Latte traf. Den Abpraller konnte Nicolai Müller nicht per Kopf ins Tor bugsieren, René Adler klärte reaktionsschnell (34.).

Beide Teams legten nach dem Wechsel an Tempo und Härte zu. Son scheiterte nach einer scharfen Hereingabe von Diekmeier noch an Wetklo (53.), neun Minuten später machte es Koreaner besser. Nach einem Schnitzer von Nikolce Noveski legte van der Vaart auf und Son ließ mit einem Kracher an die Unterkante der Latte dem Mainzer Torhüter keine Chance.

Die Hausherren mussten reagieren und mehr riskieren. Doch wie schon in den vorigen Partien blieb das Angriffsspiel ideenlos. Adam Szalai zielte aus kurzer Entfernung weit übers Tor (63.). Parker eilte allein auf Adler zu, sein Querpass aber landete im Rücken von Szalai, und die Chance zum Ausgleich war dahin (74.).

Den Mainzer Schwung beendete Son. Von der Mittellinie zog der Koreaner unwiderstehlich davon, schüttelte alle Abwehrspieler mühelos ab und umkurvte auch noch Torhüter Wetklo. Die 05er steckten nicht auf. Der Treffer von Parker sorgte noch einmal für Spannung, änderte aber nichts am verdienten Sieg des HSV.

(ttl/dpa)