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Der Fall van der Vaart: Wenn Spielerfrauen sich verlieben...

Über das allgemeine Eheglück von Fußballstars wurde schon viel geschrieben. Und tatsächlich scheint es damit nicht zum Besten bestellt zu sein. Fußballerehen sind offenbar besonders gefährdet.

"Bild" stellte fest: "Sieben von elf Finalspielern der WM-Nationalmannschaft von 1990 haben ihre Ehe verballert. Unsere Fußballstars haben einfach kein Eheglück."

Das wird für Sylvie van der Vaart (34) kein Trost sein, denn sie musste feststellen, dass sich manche Klischees auf eine fatale Art und Weise bewahrheiten: Denn nach wie vor kursiert das Vorurteil, dass sich einige Spielerfrauen gern im eigenen Kader umschauen... So geschehen im Fall van der Vaart.

Rafael van der Vaart (30) und sein Kumpel Khalid Boulahrouz (31) sind nicht nur Kollegen, sondern auch befreundet. Sie haben zusammen beim HSV gekickt und sind Stammspieler in der niederländischen Nationalmannschaft. Ihre Ehefrauen Sylvie van der Vaart und Sabia Boulahrouz (35) sind bzw. waren so genannte Busenfreundinnen: also engste Vertraute. Beide haben das gleiche Schicksal: ihre Ehen sind gescheitert; die der Boulahrouz' ebenso wie die von den van der Vaarts.

Als jetzt herauskam, dass Rafael und Sabia ein Paar sind, war für Sylvie der Schock groß. Da stellt sich durchaus die Frage: Wie lange geht das schon? War der Ausbruch des Fußballers in der Silvesternacht, nach der sich Silvie von ihm trennte, aus der Stresssituation eines Mannes entstanden, der zwischen zwei Frauen steht? War der Seelentrost, mit dem Sabia ihre Freundin nach der Trennung umsorgte, nur geheuchelt, weil sie in Wahrheit zu diesem Zeitpunkt schon ein Verhältnis mit Rafael hatte?

Derartige Bäumchen-wechsle-dich-Dramen sind in der Fußballszene keine Seltenheit. Spielerfrauen und -freundinnen, die sich in aller Regel um den Haushalt und alle privaten Dinge der Familie kümmern, pflegen oft untereinander enge Kontakte. Und ihre Ehen, die meist in ungewöhnlich jungen Jahren geschlossen werden, sind noch nicht besonders gefestigt. Da schaut man schon mal über den Tellerrand, aber nicht über den eigenen Tisch hinaus.

So geschah es bei den Fußballerfamilien Effenberg und Strunz. Zur Erinnerung: Stefan Effenberg (44) und Thomas Strunz (44) waren deutsche Nationalspieler und spielten zusammen beim FC Bayern München. Ihre Frauen waren befreundet. Irgendwann hat sich Claudia Strunz (damals 35 und Mutter von zwei Kindern) in Stefan Effenberg verguckt. Sie verließ ihren Mann und Stefan seine Frau Martina (damals 33, drei Kinder). 2005 heirateten die beiden. Zwischendurch wohnte Effenberg in Florida, hatte dort ein Verhältnis mit seiner amerikanischen Nachbarin und seiner geschiedenen Ehefrau Martina, bevor er wieder nach Deutschland zu Claudia zurückkehrte. Sie leben jetzt in München. Der Name Strunz ist für beide kein Thema mehr.

Thomas "Icke" Häßler (46) war Fußballer des Jahres, deutscher Nationalspieler und 1990 Weltmeister - ein großer Star, der u.a. beim 1. FC Köln, Juventus Turin, AS Rom und Borussia Dortmund spielte. Seine Verträge handelte meist Ehefrau Angela (44) aus, eine gelernte Kosmetikerin, von der selbst hart gesottene Fußballmanager Respekt hatten. Die Ehe von "Icke" und seiner Angela galt als besonders harmonisch. Dann sagte sie in einem Interview, dass sie endlich "Leute mit Lebenserfahrungen kennenlernen" wolle, "die vielleicht tausendmal interessanter sind als das, was ich mir seit 13 Jahren anhören muss". Immer die gleichen Leute und die gleichen Themen, das langweile sie. "Mein Leben muss schon ein paar mehr Facetten haben".

Die Sätze hätten "Icke" hellhörig machen sollen, taten sie aber nicht. Bei seinem letzten Engagement beim TSV 1860 München wurde er von seiner Frau verlassen. Sie hatte sich in den 1860-Manager Edgar Geenen verliebt und zog mit ihm von dannen - zum 1. FC Nürnberg. Die Geschichte endete tragisch: Am 28. September erhängte sich Geenen (53) in seinem Haus in München.

(ln/spot)