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Das Ende eines Traumpaares

Das einstige Traumpaar Sylvie und Rafael van der Vaart strahlte an der Elbe und in deutschen Landen jenen Glanz aus, den die Beckhams in der gesamten Welt verbreiten.

Wie zwei Sternschnuppen verliehen sie dem HSV und der Bundesliga ein sympathisches glamouröses Gefunkel. Und das war gut so, denn vom Fußball allein kann die Szene nur schlecht leben. Nun ist es leider aus mit dem hübschen Leuchten - die beiden Sternchen sind verglüht, die Star-Ehe ist gescheitert.

Woran lag es, dass sich Sylvie van der Vaart (34) und ihr Mann Rafael (29) auseinander gelebt haben? Warum ist diese als so ideal und vorbildlich gepriesene Verbindung zerbrochen?

Es heißt, er habe sie nach einem heftigen Streit in der Silvesternacht geschlagen. Sie sei zu Boden gegangen, und die "Hamburger Morgenpost" zitiert eine Zeugin, wonach Sylvie blaue Flecken abbekommen habe. Laut "Bild" soll Rafael van der Vaart gesagt haben: "Das war eine große Dummheit von mir. Ich bin ein Idiot. Es tut mir sehr leid. Das hätte niemals passieren dürfen." Damit ist eigentlich schon alles gesagt.

Das mit den Schlägen habe sie ihrem Mann bereits verziehen, lässt Sylvie via "Bild" mitteilen, ihre Ehe sei schon vorher am Ende gewesen. "Wir haben uns leider im Laufe der Zeit auseinander gelebt. Es war ein schleichender Prozess, der einfach nicht aufzuhalten war." Im gleichen Artikel sagt der holländische Fußballstar, dass er "unendlich traurig" sei. "Wir sind die Schuldigen. Allein Sylvie und ich haben es zu verantworten, dass unsere Ehe nicht funktioniert."

Vielleicht sind beide einfach zu verschieden. Er gilt als eher introvertiert und stammt aus einfachen Verhältnissen. Als Kind lebte er jahrelang mit seinem Eltern in einem Wohnwagen, bevor sein Stern als genialer Fußballer ohne Allüren bei Ajax Amsterdam aufging. Die um fünf Jahre ältere Sylvie machte dagegen ab 18 Jahren auf dem Laufsteg Karriere als Model. Sie kam ins Fernsehen und spielte in "Costa", einer niederländischen Strand-Soap, zwei Jahre lang eine tragende Rolle als Barfrau Ice. Ihre Popularität wurde mit der Moderation der TMF-Awards noch gesteigert. 2003 wurde sie zur "Sexiest Woman" von Holland gewählt.

Sylvie war schon ein Star mit großer Öffentlichkeitserfahrung, als sie 2005 den Fußballer Rafael van der Vaart heiratete. Im gleichen Jahr zog das Paar nach Hamburg um, Rafael spielte für den HSV. Auch in Deutschland inszenierte die junge Spielerfrau geschickt ihre Karriere, während ihr Mann im Gegensatz zu David Beckham nur auf dem Fußballfeld glänzte. Sie ging in die Talkshow, wurde das Gesicht des Otto-Katalogs, hielt bei der Bambi-Verleihung von 2008 die Laudatio auf den Preisträger Lewis Hamilton, saß von 2008 bis 2011 neben Dieter Bohlen in der Jury der RTL-Castingshow "Das Supertalent"; sie tanzte mit bei "Let's Dance" und schockierte im Sommer 2009 das Publikum, als sie bekannt gab, dass bei ihr Brustkrebs festgestellt worden war.

Auch diesen Schicksalsschlag und die anschließende Genesung federte Sylvie van der Vaart mit der ihr eigenen Eloquenz und charmanten Präsenz ab. Die gelernte Personalmanagerin scheint wie geboren für den großen Auftritt auf der Showbühne und dem roten Teppich, auf dem ihr Mann oft wie ein dekoratives Anhängsel nebenher trottete. Der Eindruck, die Showgröße Sylvie habe den Fußballer Rafael an Popularität längst überflügelt, ist keine übertriebene Wahrnehmung.

Geschickt inszenierte sie auch das Image ihrer Ehe. Wie "spiegel.de" berichtete, hat sie noch vor wenigen Tagen auf Twitter mit ihrem Mann Fotos gepostet, "die vor Familienidylle trieften." Das ist nun alles Makulatur. Rafael van der Vaart wird sich eine neue Wohnung suchen müssen, seine Frau und der Sohn Damian bleiben in ihrem 400 Quadratmeter großen Apartment in Hamburg-Eppendorf, in dem es zu dem Ohrfeigen-Eklat gekommen sein soll.

Nun darf man gespannt sein, wie das ehemalige Traumpaar die Scheidung zelebriert. Oder vielleicht sogar eine Versöhnung. Das wäre mit Sicherheit die größere Schlagzeile.

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