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"Das Adlon" erobert die Herzen der Zuschauer

Die Familiensaga "Das Adlon", die das Schicksal zweier Familien, verbunden durch das legendäre Berliner Hotel Adlon, präsentiert, hat am Sonntagabend die Zuschauer begeistert.

Der erste Teil des ZDF-Dramas lockte 8,53 Millionen Zuschauer vor den Fernseher und besiegte somit sogar den Berliner "Tatort". "Eine bewegende Geschichte mit Top-Besetzung und hervorragender Inszenierung. Die Zuschauer honorieren diese Qualität. Wir freuen uns über den Erfolg", sagte ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler.

Der spektakuläre Dreiteiler mit Josefine Preuß, Heino Ferch, Burghart Klaußner, Maria Ehrich, Anja Kling und Wotan Wilke Möhring erzählt die Geschichte von der fiktiven Protagonistin Sonja Schadt, die durch ein dunkles Geheimnis mit der Adlon-Familie verbunden ist. Sonja (Josefine Preuß), wächst bei ihren Großeltern auf, die sie allerdings als eigenes Kind ausgeben: Ihre leibliche Mutter Alma ist zum Zeitpunkt der Geburt zarte 16 Jahre alt, Sonjas Vater ist der Sohn eines Hausangestellten. Um einen Skandal zu verhindern, ziehen Gustaf und Ottilie Schadt ihre Enkeltochter groß - in der Umgebung von Luxus und Pracht und in enger Verbindung mit dem wohlhabenden Lorenz Adlon, der gerade sein prominentes Hotel gegründet hat.

Doch Alma will ihr Kind zurück, allerdings muss sie zwischen Sonja und der wahren Liebe wählen. Nach einem Eklat mit Gustaf und Ottilie verlässt Alma ihre Familie und reist nach Amerika ab. Als sie nach vielen Jahren zurück nach Berlin kehrt, trifft sie ihre mittlerweile erwachsene Tochter wieder, die indes die Wahrheit über ihre Eltern erfahren hat. Wie werden Sonja und Alma mit der Vergangenheit umgehen? Am Montagabend läuft der zweite Teil von "Das Adlon".

Die goldenen Zwanziger

Als wenige Monate nach Gustafs Tod auch Ottilie stirbt, erben Sonja und Alma zu gleichen Teilen. Alma möchte das Haus der Eltern verkaufen und Sonja mit nach Amerika nehmen, doch das junge Mädchen setzt sich durch: Sie will im Hotel ihres Patenonkels Lorenz ihren Erbteil "abwohnen". Die Krisenzeit der Weimarer Republik erlebt Sonja als "Goldene Zwanziger" im luxuriösesten Hotel Deutschlands: mit internationalen Stars in der Lobby, wilden Kostümpartys im Ballsaal, einer eigenen Karriere beim neu gegründeten Rundfunk. Das Leben im Hotel tröstet sie sogar über die Enttäuschung hinweg, als ihre erste große Liebe, der jüdische Journalist Julian Zimmermann, seine Jugendliebe Tamara heiratet.

Doch mit dem Auftauchen der Nazis gerät nicht nur der freie, internationale Geist des Hauses Adlon ins Wanken; auch Sonjas Glück setzt die neue Zeit mit roher Gewalt ein Ende. Sonja ist verzweifelt und unendlich allein - bis Julian wieder in ihr Leben tritt. Doch das Glück der beiden ist kurz und zerbrechlich: Als nach dem Reichstagsbrand 1933 überall in Berlin Kommunisten und Regierungsgegner festgenommen werden, flieht Julian mit seinem Freund Billy Wilder vor der Verhaftung und wird auf der Straße niedergeschossen.

Crew von der Adlon-Geschichte begeistert

Im ersten Teil überzeugte die 19-jährige Maria Ehrich als die junge Alma. In der "Bild"-Zeitung verriet die Noch-Schülerin über ihre Nacktszenen vor der Kamera: "Natürlich habe ich nachgedacht, ob ich vor der Kamera nackt sein möchte. Aber ich glaube, es war für die Szene nötig."

Auch Hauptdarstellerin Josefine Preuß war von der Bedeutung des Filmes überzeugt: "Keine Dreharbeiten kommen ohne Hürden aus. Sei es der gesamte Aufwand, der erstmal gestemmt werden muss, oder auch die Zeit, die manchmal knapp wird, um das Pensum zu schaffen.

Doch noch nie habe ich ein Projekt dieser Größe, dieser Dauer so unproblematisch verlaufen sehen", wird Preuß vom ZDF zitiert.

"Der Film hebt sich von anderen historischen Produktionen dadurch ab, dass es das Adlon als Zentrum für Geschichte, Politik und Menschen gibt und natürlich als Zentrum Berlins. Dieses Haus war die Geburtsstätte aufregender Geschichten und ein Ort spannender Begegnungen", so Heino Ferch, der auch im zweiten Teil den Adlon-Erben Louis spielt.

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