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"DSDS"-Timo muss heimfahren

Die dritte Mottoshow von "Deutschland sucht den Superstar" sollte am Samstagabend nicht nur die Leute im Publikum, sondern auch die Menschen vor dem Fernseher zum Kochen bringen.

Immerhin stand die Sendung unter dem Motto "Party-Hits" und Clubfeeling. Doch irgendwie wollte der Funke nicht so richtig überspringen. Die verbliebenen acht "DSDS"-Kandidaten lieferten eine eher mäßige Performance ab und wurden von den Juroren teilweise ordentlich dafür gerügt.

Den ersten noch sehr stabilen Auftritt brachte Sänger Simone Mangiapane (27) über die Bühne. Der gelernte Lagerist aus Rottenburg wagte sich an Phil Collins' "You can't hurry Love" heran und spaltete die Jury etwas. Zwar fanden Bill und Tom Kaulitz seine gesangliche Leistung wie immer recht gut, doch Pop-Titan Dieter Bohlen war das nicht ausreichend. "Die beste Stimme hier hast du nicht, du hättest mehr Party machen sollen", so das Urteil des Star-Juroren. Noch viel härter musste dagegen der 20-jährige Tim David Weller einstecken: Bei dem quirligen Kettenraucher waren sich die Juroren einig, dass er sich mit dem Lied "Balada (Tch Tcherere Tch Tch), von Gusttavo Lima keinen Gefallen getan hat. Juror Mateo von Culcha Candela bemängelte: "Du hast gekrächzt. Du solltest dir den Rat deines Vocal-Coaches zu Herzen nehmen und das Rauchen reduzieren."

Während die Show, die Lisa Wohlgemuth, Timo Tiggeler, Ricardo Bielecki und Lisa Wohlgemuth eher als durchwachsen bezeichnet werden können, zeigte sich Susan Albers (29) wieder als die starke Sängerin die sie schon in den vorangegangenen beiden Mottoshows gewesen ist. Obwohl Party-Songs nicht unbedingt zu den Lieblingen der Veranstaltungskauffrau aus Rhede zählen, konnte sie mit der Tanznummer "She Wolf" von David Guetta feat. Sia sowohl das Publikum als auch die Jury komplett überzeugen. Zumindest fast. Denn auch hier hatte Meister Bohlen das letzte Wort. Dieser stimmte seinen Kollegen zwar in dem Punkt zu, dass sie auch hier voll angeliefert hätte, sie sei aber eher bei den gefühlvollen Balladennummern daheim und solle sich auch weiter daran halten.

Positiv aufgefallen war den meisten auch die unterhaltsame Darbietung der Schweizerin Beatrice Egli, die als Schlagerqueen der diesjährigen Staffel durchgehen kann. Die 24-Jährige gab Andrea Bergs Superhit "Du hast mich tausendmal belogen" zum Besten und konnte selbst Mateo überzeugen, der normalerweise so gar nichts mit dem Genre anfangen kann. Später schaltete sich sogar "Andrea Berg himself" wie Dieter Bohlen die Sängerin vermännlichte, live zu, um die Leistung von Beatrice zu loben.

Am Ende fiel die Entscheidung zwischen dem 17-jährigen Erwin Kintop und Timo Tiggeler. Lisa Wohlgemuth sah ihren Freund Erwin schon kurz vor dem "DSDS"-Aus und verdrückte ein paar Tränen, doch dann traf es doch Timo. Der 19-jährige Student aus Wuppertal war mit seinem "Viva Colonia" der Höhner schon bei der Jury durchgefallen und offensichtlich scheint er auch die Menschen vor den heimischen Bildschirmen nicht von ihren Hockern gerissen zu haben. "Das ist keine Nummer, wo man zeigen kann, dass man singen kann. Du hast hier Stimmung reingebracht, aber für mich ist die Song-Auswahl ein absoluter Horror", hatte schon Bill Kaulitz gleich nach Timos Auftritt auf den Punkt gebracht. Und somit sind es jetzt nur noch sieben, die um den großen Titel konkurrieren und das "DSDS"-Pärchen Lisa und Erwin darf mindestens noch eine Woche vereint bleiben.

(lp/spot)