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© ARD Degeto/Gülnur Kili

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Cosma: "Ich stehe auf richtige Kerle"

Bevor Schauspielerin Cosma Shiva Hagen (31) im Juli als Kriemhild bei den Nibelungen-Festspielen in Worms auf der Bühne zu sehen ist, kehrt die hübsche Tochter von Punk-Ikone Nina Hagen mit "Mordkommission Istanbul" (18. April, 20:15 Uhr, Das Erste) auf den Bildschirm zurück.

Wie die Zusammenarbeit mit Erol Sander war, welche Eigenschaften ihr Traummann mitbringen muss und warum es sie nervt, als Gutmensch betitelt zu werden, verrät sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Sie haben vor Ort in Istanbul gedreht, wie hat Ihnen die Stadt gefallen?

Hagen: Sehr gut. Aber ich habe leider nicht viel von der Stadt gesehen. Istanbul ist einfach riesengroß und wahnsinnig international. Hier trifft Tradition auf Moderne, und es ist irre interessant, das mal zu sehen. Mir persönlich wäre es zum Leben aber zu groß. Ich komme mit solchen Menschenmassen überhaupt nicht zurecht.

Wohin reisen Sie privat denn am liebsten?

Hagen: Am liebsten dorthin, wo ich noch nie war. Oder nach Ibiza. Vor Kurzem war ich drei Wochen auf Sri Lanka. Das nächste Mal möchte ich nach Jamaika oder Kuba.

Ihr Co-Star Erol Sander ist vor allem beim weiblichen Publikum sehr beliebt - entspricht er auch Ihrem Typ Mann?

Hagen: Er ist auf jeden Fall ein sehr gut aussehender Mann. Und wenn man ihn mit seiner Frau erlebt, wird man richtig neidisch. Nach 13 Jahren Ehe und zwei gemeinsamen Kindern, turteln die beiden immer noch so verliebt wie am ersten Tag. Ich hoffe, dass mir das auch einmal gelingen wird.

Im Film haben Sie ein Verhältnis mit einem 60-jährigen Mann. Käme das für Sie selbst infrage?

Hagen: Für mich persönlich wahrscheinlich nicht. Weil ich für mein Alter noch viel zu jung bin. Ich bin irgendwie Kind geblieben. Deswegen habe ich wahrscheinlich auch noch keine Kinder und bin nicht verheiratet.

Wie sollte denn Ihr Traummann aussehen?

Hagen: Optisch kann man das immer nie so gut sagen, ich mag auf jeden Fall richtige Kerle. Sowohl äußerlich als auch innerlich. Er sollte einfach mit beiden Beinen fest im Leben stehen und auf jeden Fall eine große Prise Humor mitbringen.

Haben Sie denn Ihren "Kerl" schon gefunden?

Hagen: Ob ich vergeben bin oder nicht, darüber spreche ich nicht. Als Künstler steht man sowieso schon halb nackt in der Öffentlichkeit da. Wenn man die Presse überall teilhaben lässt, braucht man sich anschließend nicht wundern, dass auch alles kommentiert wird. Ich möchte trotz meines Berufes mein Leben leben können, ohne dass irgendeiner mir da reinredet oder Menschen, die ich nicht kenne, das alles kommentieren.

Sie wurden bereits zur "schönsten Frau Deutschlands" gewählt - was tun Sie für Ihr Aussehen?

Hagen: Ehrlich gesagt, gar nicht so viel. Ich glaube nicht mehr als andere Menschen auch. Ich mache mäßig Sport. Ich versuche mehr zu machen, aber es gelingt mir nicht immer. Es gelingt mir auch nicht, mich jeden Abend abzuschminken. Manchmal bin ich einfach zu müde und schlafe auf der Couch ein vor dem Fernseher. Ich trinke auch mal ein Glas Rotwein, und ich rauche leider auch noch. Also ich kann nicht sagen, dass ich jetzt wahnsinnig viel für mein Aussehen tue.

Sie engagieren sich für den Ausbau von Schulen in Afrika, für fairen Handel und gegen Landminen, Kinderarbeit, sowie für die Tierschutzorganisation PETA - ganz schön viel...

Hagen: Das sieht nur so aus. Ich versuche immer zu erklären, dass das eigentlich totaler Quatsch ist. Nehmen wir mal das Beispiel Landminen: Ich habe einmal vor 12 oder 13 Jahren ein Foto für eine Organisation gemacht und das war's. Und seitdem steht überall, ich engagiere mich gegen Landminen. Das ist völliger Quatsch. Das Gleiche gilt für PETA. Ich habe zwei Katzen aus dem Tierheim, und ich habe zweimal in meinem Leben Fotos für PETA gemacht, weil meine Mutter sehr eng mit der Organisation zusammenarbeitet. Ich bin überhaupt kein Gutmensch, und dieses Etikett geht mir auch total auf die Nerven, das ist einfach nicht richtig. Ich hatte dann auch irgendwann mal die Schnauze voll, immer das Gesicht zu sein und habe meine eigene Organisation gegründet.

Die Rastafairys...

Hagen: Genau, wir organisieren kulturelle Events. Mit Musik, die der Seele Afrikas nahe liegt, mit Künstlern, die afrikanische Wurzeln haben. Wir versuchen mit einem positiven Lebensgefühl, dem Thema Afrika eine Plattform zu geben. Und zwar nicht mit traurigen Bildern, sondern mit Fröhlichkeit. So wie die Menschen vor Ort eben auch sind.

(obr/spot)