Navigation:

© SpotOn

TV

Christian Kohlund: "Ich trinke nur noch Limo!"

Exotische Landschaften, Herzschmerz und abenteuerliche Geschichten sind die Eckpfeiler, die "Das Traumhotel" seit nunmehr fast neun Jahren zum beliebtesten Fernsehreiseziel in der ARD machen.

Zur 19. Folge hat sich die Produktionsfirma eines der zugleich schönsten und abenteuerlichsten Länder der Welt ausgesucht: Myanmar! Als erste große internationale Filmproduktion tourte die 27-köpfige Crew rund um Regisseur Otto Retzer durch den frisch reformierte Staat. Mit von der Partie: Christian Kohlund alias Hoteldirektor Markus Winter.

Herr Kohlund, fährt jemand der als Markus Winter die schönsten Hotels der Welt leitet privat noch in Urlaub?

Nein, meine Frau und ich sind nicht so Urlauber-Typen, weil wir unser Zuhause sehr genießen. Manchmal für eine Woche nach Kärnten oder maximal nach Sardinien, aber weiter geht's privat nie weg. Zwei Wochen Luxusurlaub in einem asiatischen Traumhotel, das wäre nix für uns.

Weil Sie satt sind?

Und weil wir es gerne etwas rustikaler und abenteuerlicher mögen. Luxus, Spa, Wellness, alles Offerten, mit denen man mich überhaupt nicht locken kann. Aber Myanmar empfand ich trotzdem als eines der interessantesten Traumhotel-Reiseziele, weil hier alles noch sehr ursprünglich und unverdorben scheint. Eigentlich ein wunderbarer Ort für Abenteuerurlaub, aber Markus Winter hat natürlich in einem der wenigen Luxus-Oasen des Landes gewohnt.

Wie viel von dem sanftmütigen Markus Winter steckt im Kohlund?

Ich fliege weder Helikopter, noch Wasserflugzeug und ich kann es auch nicht immer jedem recht machen, aber diese relaxte und gutmütige Art kommt mir schon sehr entgegen.

Ihr Markenzeichen ist die unglaublich sonore Stimme. Wie viele Frauen haben Sie in Ihrem Leben mit dieser Stimme schon rumgekriegt?

Ich habe sie nicht gezählt, aber eine auf jeden Fall: Elke hört mir schon seit 30 Jahren zu. Diese Stimme scheint eine Gabe zu sein, die ich vererbt bekam. Am Alkohol kann's nicht liegen, denn mit dem Trinken habe ich vor zwölf Jahren aufgehört.

Warum?

Weil es mir nicht gut getan hat. Ich habe damals viel gearbeitet, war sehr gefordert und bildete mir ein, dass ich ohne Alkohol nicht zur Ruhe komme. Irgendwann kam die Einsicht, dass der Sprit mir an die Substanz geht. Heute trinke ich Rivella-Limo und bin trotzdem gut drauf.

Wie umtriebig dürfen wir uns den jungen Kohlund vorstellen?

Ein Langweiler war ich nie, aber auch kein übertriebener Luftikus. Ich habe stets nach Halt und Konstanz gesucht. Hängt wahrscheinlich mit meinem vorbildlichen Elternhaus zusammen, wo es immer sehr harmonisch zuging.

Sind Sie ein einfacher Partner?

Das bin ich sicher nicht. Ich bin Löwe, da muss man schon was aushalten mit mir. Allein schon was die inneren Eitelkeiten anbelangt. Ich bin ein Künstler, der sich gerne in seiner Arbeit verliert und dann nicht mehr viel um sich herum mitbekommt.

Wie geht Ihre Frau damit um?

Mit sehr viel Verständnis. Ich habe großes Glück gehabt, dass mir Elke begegnet ist. Auch nach 30 Jahren freue ich mich noch jeden Tag wenn ich sie sehe.

Ihr gefühltes Alter?

Ich fühle mich genauso alt wie ich bin. Was soll ich einen auf jung machen, ich bin 62 und das kann ich nicht verleugnen. Es zwickt immer öfter, ich sehe schlechter und ich laufe langsamer als früher, da kann man nicht einfach drüber hinweg gehen. Da einen auf jugendlich zu machen fände ich peinlich.

Das nennt man Midlife Crisis.

Die hatte ich schon vor zehn Jahren. Da hatte ich meine große Sinnkrise und habe alles Mögliche infrage gestellt. Habe ich auch unbeschadet überstanden.

Mit Porsche?

Ohne Porsche! Dafür habe ich mir kürzlich eine Spinnerei geleistet: Ich habe meinen Cadillac-Jeep gegen einen 500er Fiat eingetauscht Jetzt zahle ich nur noch 22 Euro Steuer im Jahr, brauche fünf Liter Sprit und habe einen Heidenspaß damit durch München zu düsen - sozusagen die Kohlund'sche Midlife Crisis!

SpotOn