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Chris Brown im Juli 2016 bei einem Konzert in Ungarn.

Chris Brown im Juli 2016 bei einem Konzert in Ungarn. © Zoltan Balogh

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Chris Brown kommt nach Festnahme auf Kaution frei

Beinahe zwölf Stunden belagern Polizisten die Villa von US-Sänger Chris Brown. Sie nehmen ihn fest - und lassen ihn schließlich gegen 250 000 Dollar Kaution frei. Zuvor soll er einer Frau eine Waffe an den Kopf gehalten haben.

Los Angeles/Berlin. US-Sänger Chris Brown (27) hat wieder Ärger mit der Polizei: Die Beamten haben ihn am Dienstag nach einer stundenlangen Belagerung seines Hauses festgenommen. Am frühen Dienstagmorgen habe eine Frau aus Browns Villa in Los Angeles einen Notruf abgesetzt, teilte die Polizei mit.

Brown soll dort eine Frau mit einer Waffe bedroht haben. Nach einigen Stunden hinterlegte er am Abend laut Zahlen des Los Angeles County Sheriff's Department 250 000 Dollar (rund 224 000 Euro) Kaution und kam frei.

Laut US-Medien warteten Polizisten knapp zwölf Stunden vor dem Haus des Sängers, bevor sie einen Beschluss zur Durchsuchung erwirkt hatten und den Sänger festnehmen konnten. Bei dem mutmaßlichen Opfer handelt es sich um die Schauspielerin Baylee Curran (25).

Es ist nicht das erste Mal, dass Brown mit der Polizei in Konflikt kommt. Der Sänger war 2009 nach einem Angriff auf seine damalige Freundin Rihanna ("Umbrella") wegen Körperverletzung verurteilt worden. 2014 saß er wegen Handgreiflichkeiten mit einem Mann mehrere Monate im Gefängnis. Erst im März 2015 hatte er sämtliche Bewährungsauflagen erfüllt. Ein Verhandlungstermin für den aktuellen Fall ist nun für den 20. September angesetzt.

Wie Curran dem US-Nachrichtenportal "extra" sagte, habe sie sich in Browns Villa aufgehalten, um die Zusammenarbeit bei anstehenden Video-Drehs zu besprechen. Als sie eine Diamantkette in der Villa bewundert habe, sei ein Freund Browns ausgerastet und habe sie angeschrien. Brown selbst habe sie daraufhin mit einer Waffe bedroht und aufgefordert, sein Grundstück zu verlassen. An der Türschwelle hätten Freunde Browns sie noch dazu bringen wollen, eine Verschwiegenheitserklärung zu unterschreiben. Die Nachbarn hätten die Aufregung mitbekommen und, wie sie wenig später auch, die Polizei alarmiert. Gegen 3.00 Uhr morgens (Ortszeit) fuhren dann schließlich Polizisten vor.

Brown weigerte sich, sich zu den Vorwürfen zu äußern, wie die Polizei mitteilte. Stattdessen postete der R&B-Star auf Instagram mehrere Videos, in denen er die Polizei und das mutmaßliche Opfer angriff. "Ich bin es leid. Alle drei Monate wollt ihr etwas von mir", sagte Brown in einem Clip. "Aber wenn ich euch rufe, weil mich ein Stalker belästigt, kommt frühestens am nächsten Tag jemand." Er sei unschuldig, sagte Brown. "Ihr werdet hier nichts finden, ihr Idioten", sagte er in Richtung der Polizei. 

Fernsehteams filmten den mehrstündigen Polizeieinsatz aus der Luft, die Klatschseite "TMZ.com" strahlte die Szenen live aus. Erst gegen 14.30 Uhr (Ortszeit) verließ Brown sein Anwesen, setzte sich auf die Treppe davor und ließ sich von der Polizei befragen. Nachdem die Ermittler das Haus durchsucht hatten, nahmen sie Brown fest und fuhren mit ihm die Wache. Ob sie bei der Durchsuchung eine Waffe, oder - wie zwischenzeitlich von US-Medien spekuliert - mehrere Waffen und Drogen fanden, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Brown ist nicht nur Hip-Hop- und R&B-Sänger, sondern arbeitete bisher auch als Produzent, Songwriter und Tänzer. Acht seiner Alben erreichten in den USA die Top 10 der Billboard-Charts, in Deutschland kam er im Jahr 2014 mit "X" bis auf Platz 11. Für "F.A.M.E." gewann er 2012 einen Grammy als bestes R&B-Album.

dpa


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