Navigation:

© SpotOn

Musik

CD-Tipp: Yo La Tengo - Fade

Schon in der Pressemitteilung zum letzten Album von Yo La Tango lernten wir "Nun kann fast jeder Song wie Yo La Tengo klingen, vorausgesetzt, es sind Yo La Tengo, die ihn spielen".

Richtig: Die Band existiert seit 1984 und hat seitdem 16 Alben herausgebracht, die in ihrer Bandbreite kaum zu fassen sind.

Ein paar alte Bekannte finden sich aber immer wieder im Soundkosmos. Sonic Youth oder The Kinks zum Beispiel. Und natürlich der introvertierte Schrammel-Drone-Rock von Velvet Underground, die passenderweise auch schon von Yo La Tengo im Film "I Shot Andy Warhol" verkörpert wurden. Mit ins Studio durfte diesmal auch ein neuer Produzent, Tortoise-Mastermind John McEntire, der schon mit den Bright Eyes, Stereolab oder Teenage Fanclub gearbeitet hat.

Das Trio aus New Jersey setzt auf "Fade" verstärkt auf Flüster-Vocals, kreisende Gitarrenzirkel und Lo-Fi-Sound. Letzterer, sehr bewusst eingesetzter Effekt, könnte einen glauben lassen, dass "Fade" das künstlerisch höchst wertvolle Debütalbum einer jungen Garagen-Band ist, die sich eine ausgewogene Mischung aus Lower Dens und Belle & Sebastian zugefügt hat. So frisch muss man mit dreißig Jahren Bandgeschichte im Rücken erst mal klingen. "Fade" ist ab 11. Januar in Deutschland erhältlich.

SpotOn