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Musik

CD-Tipp: Paramore - Paramore

Die laut "Spiegel" christliche Punkrock-Pop-Gruppe Paramore erlebte ihren Durchbruch zeitgleich mit der "Twilight"-Saga, zu deren überaus erfolgreichem Soundtrack sie einige Songs beisteuerte.

Mit der selbstbewussten Hayley Williams - die vom "Kerrang"-Magazin widerholt zur "Sexiest Woman in Rock" gewählt wurde - als Frontfrau konnten sich die Fans identifizieren, die Texte handelten von Herzschmerz und Außenseitertum, die Gitarren droschen dazu etwas härtere Riffs, während das Schlagzeug die Emotionen der leicht verdaulichen Melodien steigerte.

Es war eine Erfolgsgeschichte, wie sie vielen Bands hätte passieren können - wie sie jeder anderen Band auch hätte passieren können, denn wirklich einzigartig oder innovativ kann man den Paramore-Sound nicht nennen. Mittlerweile ist der Fünfer aus Franklin, Tennessee, zum Trio geschrumpft - persönliche Probleme haben die Band zerrissen, die Beziehung von Williams mit Bandkollegen Josh Farro dürfte ihren Teil zu den Spannungen beigetragen haben. Und nun also Album Nummer vier: "Paramore". Wenn eine Band ihr Album nach einigen Werken plötzlich nach sich selbst benennt, hat das ja meistens einen Grund. Den sucht man erst einmal vergeblich - viel hat sich nicht getan.

Interessant wird es erst gegen Ende hin: "Hate To See Your Heart Break" ist eine süße Ballade, die auch zu Taylor Swift gepasst hätte und die man der Rothaarigen gar nicht so zugetraut hätte. "Crazy Girls" schlägt in dieselbe Kerbe, wird mit Unterstützung vom Schlagzeug aber um einiges rockiger. Zu den interessantesten Titeln gehören sicher die drei Interludes und der Schlusssong "Future", der ruhig und zärtlich beginnt und sich in den folgenden acht Minuten mit ungewohnter Post-Rock-Intensität steigert.

(mia/spot)