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Musik

CD-Tipp: Junip - Junip

Überzeugt vom ersten Ton an: Schon das Debütalbum "Fields" (2010) des schwedischen Songwriters José González und seiner Band sorgte im Indieland für Begeisterungsstürme.

Sogar beim eher elektronischen Hipster-Festival "Melt!" verhalf es den Feierwütigen zu spontaner Entspannung. Nach all der "Auf-die-Zwölf"-Party gaben sogar sie sich damals auf dem Boden sitzend den Klängen von Junip hin.

Angenehm unaufgeregt und nahezu hypnotisch entspannend zaubert die seit 1989 bestehende Band mit Akustikgitarren, vereinzelten elektronischen Elementen und treibenden Rhythmen eine Stimmung, die mit dem ersten Sonnenbad im Park gleichzusetzen ist. Mit Blues-Einflüssen, rockigen Klängen, düsterem Bass, analogen Synthies und abwechslungsreichem Songwriting wird es bei einer Junip-Platte trotz aller Homogenität aber nie langweilig.

Warum bloß? Das Geheimnis der Band besteht im Stilmittel der stetigen Steigerung. Melodische Endlosschleifen heben den anfänglich eher reduzierten Folkpop im Laufe der Songs in psychedelische Sphären. Die Band, ebenso unaufgeregt und natürlich wie ihr Sound, sagt über ihr neues Album, dass es eigentlich klinge, wie das alte. Einen größeren Gefallen hätten sie ihren Fans nicht tun können.

(mia/spot)