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Musik

CD-Tipp: Esben And The Witch - Wash The Sins Not Only The Face

Eine gewisse Vorliebe für Morbides sollte man mitbringen, um sich dieser Band gebührend opfern zu können: Esben And The Witch führen die geheimnisvoll düstere Musik, die The Cure und Siouxie And The Banshees einst auf den Plan brachten, in die Gegenwart.

Ganz ohne elektronische Elemente erschaffen sie mit ihrer Musik eine traumähnliche Atmosphäre - am liebsten in Richtung Albtraum. Was vor allem live im Lichtgewitter und Nebelschwaden sensationell rüberkommt!

Die Band hat sich nicht umsonst nach einem dänischen Kindermärchen benannt, das Hänsel und Gretel sehr ähnelt. Auch wenn das gerne vergessen wird: Märchen waren immer schon sehr grausam. Wie die Gebrüder Grimm verstärken auch die drei Engländer ihre Kunst mit gruseligen Elementen. In den Texten werden Geschichten erzählt, die man im Fernsehen erst ab 22.00 Uhr zeigen dürfte: "Cut in two / Slice right through / This puppy's fat / From grey to black / Rip apart / To reach its heart / It's friendly flesh / A cosy mess".

Esben And The Witch wurden schon nach ihrem Debüt "Violet Cries" als die Black-Swan-Version von Florence And The Machine beschrieben. Auf ihrem zweiten Album hat die Band nun ihr Selbstbewusstsein, das sich nach den durchweg positiven Kritikerstimmen für ihren Erstling aufgebaut hat, für die eigene Weiterentwicklung des Sounds genutzt. Diesmal lassen sie es etwas subtiler, ruhiger und mit ein paar mehr The-xx-Momenten angehen. Musikalisch dominiert die verführerische bis Angst einflößende Stimme von Sängerin Rachel Davies, während leise Parts und darauffolgende Ausbrüche von tribalartigen Drums und verhallten Gitarren für diese ganze besondere Stimmung sorgen.

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